Die neue Gruppe

Nach dem die erste Gruppe an Freiwilligen abgereist war, hatte ich erstmal eine Woche Zeit zu entspannen und mich auf die nächste Gruppe vorzubereiten. Da sonst keiner hier war, habe ich die meiste Zeit auf dem Gelände verbracht, da einem davon abgeraten wird alleine rauszugehen. In der Zeit habe ich viel Sport gemacht, gelesen oder in der Sonne gelegen. Am Wochenende kamen dann endlich die sieben neuen Freiwilligen, aus Deutschland, Holland und England. Ich hatte nur die letzten zwei Wochen der anderen Gruppe miterlebt, deswegen war es für mich super spannend in dieser Gruppe von Anfang an mit dabei zu sein.

Die ersten gemeinsamen Tage

Am ersten Abend gab es erstmal einen klassischen Braai und danach haben wir alle noch am Lagerfeuer gesessen. Am nächsten Tag ging es dann mit Kennenlernspielen, kleinen Coachingsessions und einem Ausflug zum Strand weiter. Dabei sind wir auf einen sehr schönen Markt gestoßen, auf dem afrikanische Händler viele verschiedene Handgemachte Sachen anboten. Am Montag gab es dann noch eine Townshiptour, auf welcher sich die Gruppe einen Smiley kaufte. Dabei handelt es sich um eine südafrikanische Spezialität, die sich als einen gekochten Schafskopf entpuppte. Dieses Einstiegswochenende kam bei mir zwar drei Wochen später, hat sich aber als sehr hilfreich herausgestellt, da viele Regeln, Bräuche, allgemeine Fakten zu Südafrika und Details zum Coching und Teaching mir nochmal näher bewusst wurden. Am Dienstag ging es dann für die anderen zu ihrem ersten Coachingtag. Es war ein schwerer erster Tag, da wir es mit Gruppen von bis zu 70 Kindern zutun hatten. Zusammen haben wir es aber trotzdem geschafft, die Gruppe unter Kontrolle zu behalten, ein paar Drills durchzusetzen und Spaß zu haben.

Mein bisheriges Highlight

Alle in der Gruppe sind super nett und zusammen ging es dann am zweiten Wochenende auf meine erste Safari Tour. Das war mein bisheriges Highlight. Obwohl man fast alle der Tiere schon einmal im Zoo gesehen hat, ist es doch nochmal etwas komplett anderes, wenn das Auto von einer Elefantenherde umzingelt ist oder man den Kopf der Giraffe gar nicht mehr sehen kann, da sie so nah an den Wagen herankam. Die Nacht haben wir in einer Lounge im National Park verbracht. Ich hatte noch nie so viele Sterne wie hier gesehen und hätte vermutlich die ganze Nacht die Milchstraße beobachtet, wäre nicht der Elefant dazwischen gekommen. Die Managerin hatte am Anfang schon gesagt, dass es zwar lange nicht mehr vorgekommen sei, es aber machmal Tiere über den Zaun schaffen. Als wir dann im Dunkeln alle draußen lagen und plötzlich ein riesiger Elefant vor uns stand und anfing die Bäume aufzuessen war das schon ein faszinierendes Erlebnis.

Was sonst noch so passierte

Die Woche über ging es weiter mit dem Coaching und Teaching. Mittlerweile kannte ich alle Schulen zu denen wir fahren und die Kinder mich auch. Die meisten sind echt super lustig und es macht großen Spaß zusammen mit ihnen Sport zu machen. Während ich versuche einige Begriffe auf Xhosa zu lernen, muss man sich an einigen Schulen mit Händen und Füßen verständigen, da die Kinder kein einziges Wort Englisch sprechen. Am Ende der Stunde freuen sie sich total, wenn sie deine Haare anfassen dürfen, umarmen dich und springen an einem hoch. Sie sind so unglaublich süß, tanzen die ganze Zeit und haben meistens ein Lächeln auf den Lippen. Diese Lebensfreude wirkt total ansteckend und macht einen selber total glücklich.

In der Woche kamen dann noch zwei weitere Freiwillige, die für ein Praktikum sechs Monate hierbleiben werden. Am Zweiten Wochenende ging es dann für alle nach Jeffrey´s Bay, das Surferparadies Südafrikas. Nach einer kleinen Shoppingtour in einer Billabong Factory haben wir einen entspannten Abend am Meer verbracht und das Hostel Life genossen. Am Morgen gingen wir dann surfen. Das hat super viel Spaß gemacht und war der perfekte Start in den Tag. Zusammen mit dieser Gruppe stehen noch zwei weitere lustige Wochen an, bevor diese wieder abreisen und die letzte Gruppe für dieses Jahr anreist.

Hoe gaan dit? Unjani?

Es hat drei Wochen gedauert, bis ich endlich das Gefühl hatte wirklich angekommen zu sein. Ich habe mich an den Ablauf im Projekt gewöhnt, weiß nun weitestgehend was meine Aufgaben sind und was so von mir erwartet wird, komme besser mit der Sprache klar und habe mich mit den Menschen hier angefreundet. Es war doch schwerer als gedacht, sich ein komplett neues Leben einzugewöhnen. Jetzt genieße ich die Zeit hier aber total und freue mich auf den Sommer!


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