Da hier zurzeit Sommerferien sind, hatte ich die letzten Wochen frei und bin zusammen mit einer Freundin aus Deutschland durch Südafrika gereist.

Gestartet sind wir in Port Elizabeth, da wo auch mein Projekt ist. Es war gut jemandem von zu Hause zeigen zu können wie ich hier wohne und ihr ein paar der Leute vorzustellen. Außerdem war sie zuvor noch nie in Südafrika und ihr die typischen Verhaltensweisen von hier vorzustellen hat mich doch sehr an meine Ankunft erinnert. Über die Zeit vergisst man, was einem am Anfang an der neuen Kultur noch irritierte oder dass man nicht daran gewöhnt ist nicht frei rumlaufen zu können. Zum Beispiel waren wir am Abend mit zwei Freunden aus dem Projekt essen und wollten danach weiter in eine Bar. Diese war 5 Minuten Fußweg entfernt weswegen sie so entsetzt war, dass wir einen Uber nehmen mussten.

Am nächsten morgen ging es dann früh los zu unserem ersten Stopp, Jeffreys Bay. Dies ist die beliebteste Surfer-Stadt Südafrikas, weswegen viele Surfmarken hier ihre Outlets haben. Deswegen haben wir uns dort erst ein bisschen umgeschaut und sind danach ins Hostel gegangen. Dieses lag direkt am Meer und von der Hängematte aus konnte man mit etwas Glück Delfine beobachten. Am nächsten Morgen wollten wir eigentlich surfen gehen, jedoch waren die Wellen verschwunden und deswegen haben wir dann doch einfach nur die Sonne genossen.

Nach zwei Nächten ging es dann weiter in den Tsitsikamma National Park wo wir uns noch mit einem anderen Freiwilligen aus meinem Projekt getroffen haben. Spontan ging es dann auch direkt zum zweit höchsten Bungeesprung der Welt. Da ich den schon gemacht hatte haben wir ihm nur zugesehen, war aber auch genug Adrenalin. Am nächsten Tag sind wir den Fluss in einer 6 Stunden Tour runter gepaddelt. Dies war sehr anstrengend, die Natur war aber atemberaubend. Da der nächste Morgen unglaubliche Hitze bot haben wir den ganzen Tag am Pool verbracht und uns leider einen ordentlichen Sonnenbrand eingefangen.

Nach 3 tollen Tagen sind wir weiter gereist nach Plettenberg. Dies ist eine super schöne Stadt direkt am Meer, die sehr sicher war. Erst wollten wir nur drei Nächte dort bleiben, als wir jedoch erfahren haben, dass dort ein riesiges Festival ist haben wir verlängert. Bei der Plett-Rage kommen alle High-School Absolventen Südafrikas zusammen um ihren Abschluss eine Woche lang zu feiern. Die Zeit dort war daher sehr witzig und hat viel Spaß gemacht. Das frustrierende dabei war, dass dort ausschließlich weiße Jugendliche waren. Dies war doch sehr entsetzend.
Zum Abschluss haben wir dann noch Robbentauchen gemacht. Dafür ist man mit einem Boot zu einer Halbinsel gefahren auf der circa 10.000 Robben leben, mit denen man schnorcheln durfte. War sehr lustig, auch wenn die Robben doch größer waren als ich es gedacht hätte.

Nach einer tollen Woche ging es weiter. Eigentlich war es geplant auch in Knysna zu bleiben, da wir in Plett aber verlängert hatten sind wir direkt weiter nach Wilderness. Eine super kleine Stadt in der echt nicht viel los ist, dafür aber mit einem wunderschönen Strand. Am nächsten Tag ging es auch schon weiter nach Hermanus wo ich unbedingt whalewatching machen wollte, jedoch waren die Wale leider schon weiter gezogen. Stattdessen hatten wir drei schöne Tage an einem Meerwasser Pool mit viel Sonne.

Und dann endlich ging es nach Kapstadt, der Mothercity Südafrikas. Hier haben wir viel Zeit verbracht. Das war perfekt, um ganz in Ruhe alle Seiten der Stadt zu entdecken und so haben wir in der Zeit unglaublich viele Sachen gesehen und gemacht. Zum Beispiel waren wir auf einer tollen Weintour, haben den Sonnenuntergang vom Lions Head aus beobachtet, viel am Strand gechillt, Weihnachten und Sylvester dort gefeiert und viele nette Leute kennengelernt. Dadurch haben wir uns am Ende wieder wie in zu Hause gefühlt und Kapstadt ins Herz geschlossen.

Es war super interessant auch andere Städte und Seiten Südafrikas kennen zu lernen. So wurde es Richtung Kapstadt immer touristischer und moderner. Außerdem hat sich die Touristen-Seite doch sehr stark von der Welt unterschieden, mit der ich jeden Tag im Projekt zutun habe. Es unglaublich wie ein Land so verschieden sein kann, aber gerade das macht Südafrika zu einem wunderschönen Land!


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