Herzlich willkommen zu meinem ersten Blogeintrag!

Gut zwei Monate ist es jetzt schon her, als ich mit den anderen Freiwilligen ins Flugzeug stieg um elf Stunden nach Quito, der Hauptstadt Ecuadors, zu fliegen. Natürlich hatten wir in Deutschland schon eine umfassende Vorbereitung bekommen, nichtsdestotrotz begleitete mich eine große Ungewissheit. Was würde mich erwarten? Eine neue Sprache, eine fremde Kultur, fremde Menschen und vieles mehr. Ich wusste, dass es eine große Herausforderung werden würde, mich einzuleben und an all das zu gewöhnen, aber das ist natürlich auch einer der Gründe, weshalb ich mich dazu entschieden habe mit ODI und weltwärts nach Ecuador zu gehen.

Nachdem mich meine Gastfamilie in Ambato empfing, wurde mir jedoch ziemlich schnell ein Großteil der Ungewissheit genommen, was vor allem an der Gastfreundlichkeit meiner Familie lag. Meine Gastfamilie besteht aus Mónica, meiner Gastmutter, Romina, meiner 13-jährigen Gastschwester, Eduardo, meinem 5-jährigen Gastbruder, und nicht zu vergessen Sparky, dem Schäferhund der Familie. Mit Mónica habe ich bisher schon trotz meines noch bröckeligen Spanischs einige sehr interessante Konversationen geführt, unter anderem über die Politik hier und den zehntägigen Streik, der vom 3.10.-13.10. in Ecuador herrschte und beinah den gesamten Verkehr lahmlegte. Außerdem helfe ich ihr manchmal bei ihrem Geschäft mit Blumentöpfen, denn sie verkauft Blumentöpfe und Gartenzubehör hauptberuflich. Unser Haus ist nah am Fluss gelegen, weshalb ich dort jeden Tag mit Sparky spazieren gehe. Mittlerweile kommt Eduardo auch fast immer mit, was mich sehr freut. Ich sage „mittlerweile“, weil er den ganzen ersten Monat lang nicht mit mir geredet hat. Auf meine Fragen kamen keine Antworten, eine Begrüßung seinerseits kam nur nach der Aufforderung von Mónica und manchmal wurde ich von ihm auch schlichtweg ignoriert, aber jetzt ist es umso schöner zu sehen, wie er immer mehr auftaut und wir uns jeden Tag besser verstehen. Man sagt ja nicht umsonst „aller Anfang ist schwer“.

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Mit Sparky beim Spazierengehen

 

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Mit meiner Gastfamilie

Etwas Anderes, was mir anfangs auch schwer fiel, war die Sicherheitslage hier einzuschätzen. Da man vorher natürlich über jegliche Aspekte gewarnt und drauf hingewiesen wurde, wusste ich nicht, ob ich hier durch Parks gehen, mein Handy in der Öffentlichkeit benutzen, oder alleine Taxi fahren sollte. Ich kannte die Stadt Ambato noch nicht genug, um die vermeindlichen Gefahren einschätzen zu können. Die Situation wird natürlich nicht leichter, wenn man oft angestarrt wird, weil man „europäisch“ aussieht. Zum Glück dauerte es nicht lange, bis ich mich daran gewöhnte und für mich selbst festgestellt habe, dass man natürlich auf einige Sachen achten sollte, aber ich mich hier definitiv nicht unsicher fühle. Ich spreche zumindest für Ambato, den Rest von Ecuador kenne ich (bisher) noch nicht so gut.

 

„Ecuador, ama la vida“ ist ein Slogan, der mir hier schon ziemlich oft begegnet ist. Egal ob ich im Touristenort Baños unterwegs war, oder nach meiner Arbeit im Projekt an der Kathedrale in Ambato vorbeilaufe. Es ist der Travelslogan des Landes und erinnert mich jedes Mal daran, dass ich möglichst viel von Ecuador sehen möchte, denn es hat mit seinen „vier Welten“ (Andenhochland, Regenwald, Küstenregion und Galapagos-Inseln) viel zu bieten. Bisher hatten ein paar andere Freiwillige und ich schon die Chance den tollen Ort Banos zu sehen, weil wir dort über ein Wochenende hingefahren sind. Ich bin auf fast 4000 Metern Höhe beim „Casa de Árbol“ geschaukelt und eine Wanderung hat uns einen tollen Ausblick bereitet. Außerdem waren Mira, Raoul, Esther und ich an einem Tag mit einer Freundin meiner Gastmutter und ihren drei Kindern bei der „Laguna Pisayambo“, die mitten im Nationalpark Llapingachos liegt. Die Natur dort war sehr beeindruckend!

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Auf der Schaukel beim „Casa de Árbol“ in Baños

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Tolle Aussicht auf Baños

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Das Bild (und das Titelbild) sind bei der Lagune Pisayambo entstanden. Der Ausflug ist mein bisherhiger Favorit.

Dass ich mich bisher schon eingelebt habe glaube ich nicht. Das ist jedoch völlig okay, es heißt ja auch nicht, dass es mir schlecht geht. Ich brauchte vor allem am Anfang etwas Zeit mich an die Umstellung zu gewöhnen. Außerdem gibt es bei mir momentan ein paar Probleme im Projekt, weshalb es immernoch nicht richtig angefangen hat. Sobald sich diese Probleme jedoch gelöst haben und es losgeht, möchte ich auf diesem Blog darüber berichten. Ich bin auf jeden Fall sehr zuversichtlich und hoffe, dass Ecuador vielleicht bald schon mein zweites Zuhause wird.

Wenn Ihr mehr von meinen Erfahrungen lesen wollt könnt ihr auch auf meinem eigenen Blog vorbeischauen: experiencia-ecuador.blogspot.com

Bis bald!


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