Seit zwei Wochen lebe ich mittlerweile schon auf einer Farm in Quito, Ecuador. Da ich letzte Woche einen Spanischkurs besucht habe und an den Wochenenden schon auf Reisen war hatte ich bisher keinen richtigen Alltag, erst heute ist mein aller erster Tag im Projekt. In dem Projekt arbeite und wohne Ich. Das Projekt „Angeles en quatro patas“ ist ein Projekt welches Reittherapie für psychisch wie auch physisch eingeschränkte Kinder anbietet, gleichzeitig nimmt das Projekt Straßenhunde auf.

Ich wohne mit meiner Mitfreiwilligen Marlene in einem Zimmer. Wir teilen uns mit einer weiteren Freiwilligen das Bad. Wenn man aus dem Fenster unseres Zimmers blickt sieht man drei Boxen mit zwei Pferden und einem Esel. Neben unserem Zimmer liegt die Küche, wo wir morgens, mittags und abends essen. Morgens und abends bereitet uns unsere Gastmutter das Essen vor. Meistens besteht Das aus süßen Brötchen, Ei, Marmelade und Tee. Mittags kocht die Haushaltshilfe für uns und die Mitarbeiter. Das Mittagsessen ist dabei sehr abwechslungsreich- abgesehen vom Reis, den gab es bis jetzt jeden Tag.

Insgesamt leben auf dem Hof ca. 15 Pferde zwei Esel und 30 Hunde. Von den Hunden und den Eseln werden wir jeden morgen um ca. 6 Uhr mit einem Konzert liebevoll geweckt. Morgens kommen die Pferde auf die Weide, die direkt neben dem Gelände liegt, wo die Reittherapie stattfindet. Das Gelände ist eigentlich ein Stück Wald mit einem Rondell, wo sich die Besucher hinsetzen können. Dazu gibt es noch eine Putzstange. Nachmittags werden die Pferde wieder herein gebracht und bekommen dort ihr Futter.

Gelände der Reittherapie

Das Team, welches im Projekt arbeitet, besteht aus: unserer Gastmutter, unserem Gastbruder der die Reitstunden gibt, vier Mitarbeitern die ebenfalls die Reittherapie unterstützen, die Haushaltshilfe und vier Freiwillige (inklusive mir). Eine der Freiwilligen ist eine 60 Jahre alte Dame aus Florida die vormittags zum misten kommt. leben tuen jedoch nur die Gastmutter, der Gastbruder eine weitere Freiwillige aus Deutschland und ich und meiner Mitfreiwilligen Marlene.

Die Lage der Farm ist wirklich sehr schön. Die Farm liegt am Rand von Quito. Von dort aus hat man einen tollen Blick auf Quito, vor allen Dingen nachts. Des weiteren kann man von hier aus den Cotopaxi sehen (den zweit höchsten Berg Ecuadors, der gleichzeitig ein aktiver Vulkan ist).

cotopaxi

Was uns jedoch wegen des Standortes schon für Schwierigkeiten gesorgt hat sind die Busverbindungen. Der Bus, der zu uns hoch fährt, fährt in der Woche bis 18 Uhr und am Wochenende gar nicht. Mittlerweile haben wir uns jedoch schon andere Wege gesucht, um in die Innenstadt Quitos zu kommen. Das Busfahren ist hier in Quito zwar sehr aufregend (es gibt keinerlei Buspläne) aber auch super günstig (25 Cent pro Fahrt).

Das waren so die ersten Eindrücke nach zwei Wochen. Ab heute startet dann meine erste Arbeitswoche und ich bin gespannt wie es weitergeht und wie sich bald mein Alltag gestalten wird.

Bis zum nächsten mal!

Eure Maybrit

 

 


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