Vorbereitungen und Vorfreude: 

Hallo,

ich bin Leonie, 18, und werde in ungefähr zwei Wochen nach Paimpol (Bretagne, Frankreich) aufbrechen. Dort arbeite ich als Deutsch- und Englischassistentin an einem Collège. (An einem Collège in Frankreich gehen normalerweise zehn- bis fünfzehnjährige Kinder zur Schule.) Ich werde auch in verschiedenen Projekten mitarbeiten, die oft einen Bezug zu Europa oder internationalen Beziehungen haben.

Die Englischlehrerin des Collège hat mir auch schon vorgeschlagen, eine Europazeitung mit einer Schülergruppe zu entwickeln, was für mich sehr spannend klingt. Ich habe wirklich einen positiven Eindruck, weil ich das Gefühl habe, dass die Lehrerin versucht, auf meine Wünsche und Fähigkeiten einzugehen. Voraussichtlich habe ich dort richtig coole Möglichkeiten, zum Beispiel darf ich in dem Schulchor mitsingen, Sport an der Schule machen und darf an Französischkursen eines Lycées teilnehmen. Da ich also schon viel Kontakt zu meiner Projektstelle habe, habe ich eigentlich keine Sorgen, dass ich dort schlecht aufgehoben sein werde. Im Gegenteil, ich freue mich sehr auf die Erfahrungen, die ich bei meiner Tätigkeit sammeln werde. Außerdem mag ich es, mich mit der Lehrerin dort Mails auszutauschen, weil mir schon Sachen auffallen, wie, dass Franzosen so viele Ausrufezeichen verwenden, und das finde ich irgendwie cool. Die Lehrerin scheint mir wirklich nett, sie hat mir auch gleich zu Anfang einen Zeitungsartikel aus Paimpol über das Collège geschickt, in dem ich als zukünftige Freiwillige angekündigt wurde. Ziemlich cool!

Ich habe auch schon mit meinem „Vor“freiwilligen, der letztes Jahr in meinem Projekt gearbeitet hat, gesprochen. Er hat mir von positiven Erfahrungen berichtet und mir Tipps (Mehrfachsteckdosenkabel mitnehmen und Ähnliches)  zu meiner zukünftigen WG in Frankreich gegeben. Das war definitiv hilfreich und hat mich natürlich gefreut. Ich werde dort nämlich mit zwei Französinnen zusammenwohnen, was sehr cool ist. Bisher weiß ich noch nicht, wie sie heißen und kenne sie nicht, und bin deswegen umso gespannter, wie ich dort dann aufgenommen werde.

Gestern habe ich nun also gepackt. Ich hatte sehr Respekt davor, da ich auch Handtücher und Bettwäsche mitnehmen muss… Aber irgendwie sieht es nun tatsächlich so aus, als könnte es am Ende hinhauen, auch wenn ich noch nicht fertig bin. (Das Aufrollen der Kleidung ist definitiv ausschlaggebend für den Erfolg, das kann ich also nur empfehlen;) ) Das nächste Mal werde ich mich also aus Paimpol melden. Kaum zu glauben, dass es schon so bald so weit ist. Die letzten zwei Wochen werden hier vermutlich sehr schnell vergehen.

Bis bald also! À bientôt,

Leonie, oder vielleicht auch Léonie (ich werde mich in Zukunft definitiv dran gewöhnen, Léonie geschrieben zu werden, wie ich an den eingehenden Mails der Franzosen erkennen kann;) )


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