Es sind jetzt schon zwei Wochen vergangen, seit ich mich in Deutschland auf den Weg zum Flughafen gemacht habe. Diese zwei Wochen sind wie im Fluge vergangen und ich habe jetzt schon so viel erlebt.

Teaching

Von Montags bis Freitags geht es mit anderen Freiwilligen aus dem Projekt an verschiedene Schulen zum Coaching und zum Teaching. Das Teaching findet immer an der gleichen Schule statt, circa 25 Minuten entfernt von unserer Unterkunft. Dafür geht es um 7:30 Uhr morgens los. An der Primary School deckt man dann zum Beispiel fehlende Lehrer und unterrichtet die Klasse oder geht in andere Klassen und unterstützt die Lehrer dort. Gleichzeitig findet dort auch noch das Reading statt. Monatlich werden aus verschiedenen Klassen die Schüler ausgewählt, die am schlechtesten lesen können und jeweils zwei Freiwillige helfen dann im 30 Minuten Takt jeweils zwei Schülern beim Lesen.

Viele der Kinder können sehr schlecht oder gar nicht lesen, sind aber zu schüchtern das zuzugeben. Das führt dazu, dass sie den Abschlusstest am Ende des Jahres nicht bestehen und die Klasse wiederholen müssen. Die Arbeit dort macht wirklich sehr viel Spaß, da man viel Zeit mit den Kindern verbringt und diese dann auch besser kennenlernen kann. Sie fangen an sich an deinen Namen zu erinnern, freuen sich wenn sie dich sehen und umarmen dich. In den Pausen wollen sie immer mit einem spielen und im Unterricht malen sie einem viele süße Bilder. Ich habe die Kinder jetzt schon alle ins Herz geschlossen.

Coaching

Während die halbe Woche von mir so aussieht, besteht die andere Hälfte aus dem Coaching. Dabei fährt man an vier verschiedene Schulen täglich für eine Stunde Sportunterricht. Unterrichtet werden Rugby, Tennis, Basketball, Hockey, Netball, Fußball und Cricket. Zusammen mit anderen versucht man die grundlegenden Dinge der Sportart beizubringen. Da die meisten Schulen weder Plätze noch gerade Wiesen haben muss man viel improvisieren, jedoch haben die Kinder immer Spaß dabei und nehmen viel mit. Ich habe in jede Sportart mal reingeschnuppert und hatte immer viel Spaß.

Sobald man mit dem Bus auf den „Schulhof“ fährt, kommen die Kinder direkt angerannt und freuen sich auf den Sportunterricht. Zum Aufwärmen spielt man viele lustige Spiele mit ihnen bevor man dann mit verschiedenen Übungen zur jeweiligen Sportart fortfährt. Da auch ich noch nie etwas von Cricket oder Netball gehört hatte konnten mir die Kinder selber etwas beibringen. 🙂 Jede Schule ist verschieden, wodurch der Tag sehr abwechslungsreich ist.

Open Door International,

Freizeit

Wenn man dann von seinem Tag zurück kommt, kann man zusammen mit den anderen Freiwilligen noch in die Mall gehen, zum Strand fahren oder Zeit auf dem Gelände vom Haus verbringen. Da ich eine der Koordinatoren bin, muss ich zusätzlich darauf achten, dass alles rund läuft, keiner überfordert ist und bei Problemen helfen. Außerdem bringt man das Frühstück und das Abendessen, welches von sehr lieben Mamas (so werden die südafrikanischen Köchinnen genannt) gemacht wird raus und steht als Ansprechpartner zur Verfügung. Am Wochenende organisiert man Touren und Ausflüge, wie zum Beispiel eine Safaritour, Fallschirmspringen oder mit Haien tauchen, an denen die Freiwilligen und wenn man Glück hat, auch man selbst teilnehmen kann.

Das Land Südafrika bietet unglaublich viele faszinierende Möglichkeiten und ich freue mich auf die folgenden 10 Monate, in denen ich noch viel mehr vom Land und der Kultur entdecken kann. Man kann die Eindrücke, die man erhält, wenn man durch die Townships fährt und die Armut sieht, die unglaubliche Offenheit der Kinder aber auch ihre, für ihr Alter für mich erschreckende, abgehärtete Realistik gar nicht in Worte fassen. Ihre Lebensgeschichten und Erfahrungen schockieren einen jedes Mal, selbst wenn man ja weiß, dass so was passiert.

Es sind unglaubliche Momente die ich jetzt schon erlebt habe und ich bin gespannt, was die Zeit noch so bringt!


1 Comment

Ursula · 15. August 2019 at 16:02

Liebe Emily, danke für Deinen spannenden Bericht von den ersten beiden Wochen! Da hast Du ja wirklich schon ganz viel erlebt! Ich find‘s toll, was Du da machst und wünsche Dir weiter viel Freude dabei 😘!!!

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