Freiwilligendienst, Austausch, Erfahrungsbericht, ODI, weltwärts, soziale Arbeit, EcuadorFreiwilligenarbeit, Freiwilligenblog, soziale Arbeit, weltwärts, Ecuador, ODI, ErfahrungsberichtMein erster Monat in Ecuador; Eindrücke, Erlebnisse und Gedanken.

Was mir jetzt im Nachhinein auffällt, einen richtigen Kulturschock hatte ich noch nicht.
Zum Großteil liegt das daran, dass meine Gastfamilie mich super herzlich aufgenommen hat und dass wir hier 4 deutsche Mädels sind, was ein Stück weit Sicherheit und Vertrautheit gibt.

Überwältigt war ich von der Größe Quitos, die vielen Shoppingcentren, Autos, Busse und Taxen, Menschen und Hunde auf den Straßen.
Überfordert war ich mit dem Busfahren, auf jeden Fall ein Abenteuer für sich. Es gibt keine Fahrpläne, Zeiten oder richtige Haltestellen und die Busse sind quasi immer überfüllt. Du kannst einfach während der Fahrt rein und rausspringen, „Gracias“ rufen, wenn der Bus anhalten soll, manchmal stehst du auf der untersten Stufe bei offener Tür und fällst fast raus und meist kostet die Fahrt nur 25 Cent. Körperkontakt und laute lateinamerikanische Musik sind ein Muss beim Busfahren, Gelassenheit auch!

Überwältigend ist auch die Landschaft, wir sind in ca. 2600 Meter Höhe, um uns herum sind Berge und Vulkane. Von meinem Haus aus hat man einen Blick über die ganze Stadt und bei Nacht ist alles wunderschön beleuchtet.

In meinem neuen Zuhause habe ich mich direkt wohl gefühlt, schwierig ist die Sprachbarriere.
Nach 4 Tagen Sprachkurs kann man leider nicht fließend Spanisch und auch nach einem Monat muss ich zugeben, dass die Kommunikation innerhalb der Familie noch ziemlich schleppend zugeht.
Fehlende Motivation sich hinzusetzen und zu lernen meinerseits ist wohl der Hauptgrund. Aber daran werde ich arbeiten müssen.

Die Sprachbarriere gibt es natürlich auch in meinem Projekt. Ich begleite eine 1. Klasse, die Kinder sind 4 und 5 Jahre alt und das macht es noch schwieriger, sie zu verstehen. Dennoch kann man mit Kindern auch ohne viele Worte kommunizieren und jetzt nach einem Monat finde ich, haben wir untereinander schon ein ziemlich vertrautes und liebevolles Verhältnis aufgebaut. Einen Großteil dazu tragen auch die Lehrerinnen und Lehrer bei, der Umgang sowohl untereinander, als auch mit den Schülerinnen und Schülern ist sehr viel näher und freundschaftlicher als an deutschen Schulen. Die Atmosphäre in meinem Projekt ist daher sehr entspannt und freundlich.

Ein Monat voller Erlebnisse und neuer Eindrücke, hoffentlich geht die verbleibende Zeit nicht genauso schnell rum!


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