Es ist kaum zu glauben, doch schon mehr als die Hälfte meines Freiwilligendienstes ist bereits um. Da dies mein erster Blogbeitrag ist, werde ich zunächst über meinen Alltag sowie mein Projekt schreiben.

Xylokastro, Peloponnes

Ich bin seit Anfang November hier in Griechenland, genauer gesagt in Xylokastro, einem kleinen Städtchen direkt am Meer nördlich auf der Halbinsel Peloponnes. Gerade im Winter passiert hier nicht unbedingt viel, was mir anfangs Bedenken bereitet hat, da ich selbst ein richtiges Stadtkind bin… Allerdings nutze ich die Vorteile eines so kleinen Ortes aus, zum Beispiel, dass es zu keinem Laden oder Strand wirklich weit zu laufen ist, oder dass jeder jeden kennt. Letzteres hat es mir Von Anfang an sehr leicht gemacht mich nie einsam zu fühlen, das liegt vielleicht aber auch an der Mentalität und Offenheit der Griechen (;

Ich lebe hier in einer WG mit anderen Freiwilligen aus ganz Europa, wobei die Anzahl variiert. Mal sind wir zu acht, dann zwischendurch zu sechst.. Die WG ist einer der Gründe, weshalb es mir hier so gut gefällt! Ich habe schon so viele Leute aus Polen, Litauen, Tschechien, Frankreich, Spanien der Türkei und Zypern kenngelernt und darunter auch schon enge Freundschaften geschlossen. Durch das Zusammenleben mit so vielen unterschiedlichen Kulturen ist es eigentlich auch nie langweilig, weil immer irgendeine Art von Austausch stattfindet und man fast jeden Tag etwas neues über seine Mitbewohner und dessen Kultur erfährt.

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Der Strand und die Promenade im Ort – ca. zwei Minuten Fußweg von unserer Wohnung entfernt

 

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Mein Projekt

Ich arbeite hier in einem Kindergarten, in meiner Gruppe sind sechzehn Kinder im Alter von fünf Jahren. Jedoch ist es mehr wie eine Vorschule, die Kinder lernen schon das griechische und das lateinische Alphabet während des Englischunterrichts, der einmal die Woche stattfindet. Durch die Sprachbarriere war es anfangs etwas schwierig, eine Bindung zu den Kindern aufzubauen, doch seit ein paar Wochen merke ich, dass sie mir immer mehr vertrauen und meine Gegenwart mehr schätzen. Ich kann auch schon etwas besser mit ihnen kommunizieren, auf einfache Fragen antworten und ihnen sagen, wenn sie etwas beispielsweise sehr gut gemacht haben. Während meiner Arbeit unterstütze ich meine Kollegin bei so ziemlich allem, ich bastele mit den Kindern, helfe beim aufräumen und saubermachen, spiele ihnen etwas auf der Ukulele vor… Insgesamt macht mir die Arbeit sehr viel Spaß, ich liebe Kinder und dazu erlerne ich die meisten meiner Griechischkenntnisse direkt bei der Arbeit mit ihnen.

 

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Diese Bilder sind bei einem Tagesausflug in die Berge entstanden – die Natur im Land ist wunderschön und sehr vielfältig

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Die griechische Sprache

Eigentlich hatte ich mir vor meiner Abreise aus Deutschland vorgenommen, mir selbst ein wenig griechisches Basiswissen anzueignen. Nun, abgesehen vom Lernen des Alphabets ist es dazu nicht gekommen… Daher ist es mir anfangs zugegebenermassen auch etwas schwer gefallen, mich an die griechische Sprache zu gewöhnen. Ich bin relativ sprachaffin, doch Griechisch war nochmal eine Herausforderung für sich! Doch ich muss sagen, dass ich immer selbstbewusster werde während des Sprechens und auch immer mehr verstehen kann! Ich habe einmal die Woche eine Stunde Unterricht mit drei anderen meiner Mitbewohner aus Polen und Spanien, was den Unterricht meist sehr unterhaltsam macht, vor allem da unser Lehrer auch Spanisch und Deutsch spricht. Also findet der Unterricht zwischendurch auf Englisch, Spanisch und Deutsch statt (: Jedoch lerne ich ehrlicherweise mehr Griechisch auf der Arbeit, ganz nach dem Motto learning by doing (:

Abschließend möchte ich sagen, dass ich sehr dankbar für die ganze Erfahrung hier bin und meine Zeit sehr genieße. Ich freue mich nun auch sehr auf die weiteren zwei Monate und melde mich bald mit einem weiteren Beitrag zurück, in welchem ich dann über meine Ausflüge berichten werde!


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