11 Monate was für eine lange Zeit, oder doch nicht?  Ich muss sagen bis kurz vor der Abreise stand ich dem relativ entspannt gegenüber. Doch als ich dann an den beiden Tagen vor der Abreise  Abschied nehmen musste, wurde mir klar, dass dieses Mysterium ESK für mich nun wirklich beginnt. Auf einen schmerzhaften Abschied folgte ein herzlicher Empfang. Außerdem habe ich meine liebe Mitbewohnerin Ana aus Sevilla (Spanien) kennengelernt.

Bald schon sind zwei Monate vorbei, kaum zu glauben! In dieser Zeit ist bereits viel passiert.

Die erste Woche war super um Laval, das Projekt und die Leute im Wohnheim kennen zu lernen und den Irish Pub, der nur 2 Minuten entfernt ist. Ich glaube dort werden wir den ein oder anderen Abend verbringen. Doch viel Zeit zum Entspannen blieb nicht, denn mein persönliches Projekt stand vor der Tür.

Anfang September haben wir unser Projekt kennengelernt und schon eine Woche später fand der Tag der offenen Tür statt. Ana und ich haben das Europäische Solidaritätskorps und andere Möglichkeiten um ins Ausland zu gehen, vorgestellt.

Nachdem wir uns in unserer Unterkunft eingelebt und erste Kontakte geknüpft haben, ging es auch direkt mit vielen spannenden Aufgaben weiter.

Die letzte Zeit war von meinem persönlichen Projekt geprägt. Dabei handelt es sich um das dreißigjährige Jubiläum des Falls der Berliner Mauer. Darüber habe ich mit einem Kollegen zusammen circa drei Wochen interaktive Vorträge in den Collèges der Region gehalten. Dabei sind wir der Frage auf den  Grund gegangen, wie es dazu kam, dass die Mauer gebaut wurde und wie es zu ihrem Fall kam.

Danach ging es auch schon für Ana und mich nach Narbonne. Dort haben wir fünf Tage mit anderen Freiwilligen aus ganz Europa verbracht, die auch für ein Jahr in Frankreich sind.  Es war eine lustige und lehrreiche Woche. Tagsüber fanden Workshops zu Themen wie Konfliktmanagement, persönliche Ziele sowie über die französische Sprache und Kultur statt. Abends kamen alle Freiwilligen zusammen, um die Abende bei Rotwein und Musik ausklingen zu lassen und Kontakte zu knüpfen. Nach fünf kurzweiligen Tagen mussten wir uns voneinander verabschieden, doch alle waren sich sicher, dass es nicht das letzte Mal gewesen ist, dass wir uns sahen. Sei es für ein gemeinsames Wochenende oder beim Halbzeit-Training im März.  Auf der Heimreise durften wir auch die Bekanntschaft mit einer der liebsten Beschäftigungen der Franzosen machen: Streik. Da sich die Bahn auch an diesem Tag dazu entschieden hatte zu streiken, haben auch wir uns im Verkehrschaos nach Hause gekämpft. Doch glücklicherweise sind wir sogar eine Stunde früher nach Hause gekommen, als gedacht.

Nun geht es weiter mit meinem Alltag hier in Frankreich. Mal gucken, was alles noch auf mich zukommt…….


1 Comment

Hildegard Henneke · 21. November 2019 at 9:14

Liebe Paula, ich Gratuliere Dir zu Deiner Entscheidung nach Frankreich gegangen zu sein. Man merkt, dass Du Dich toll eingebracht hast: alle Achtung. Glückwunsch auch an Deine Eltern zu der Tochter, die eine selbstbewusste junge Frau geworden ist. Deine Tante Hildegard.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.