Das Erste, was ich hier auf Madeira wahrgenommen habe, war das Meer. Diese unendlichen Weiten des Atlantiks…Schon während des Fluges sah ich nur Wasser; Wasser soweit das Auge reichte. Und dann plötzlich tauchten die ersten Felsen im Wasser auf. Die ersten Inselgruppen. Als der Pilot dann verkündete, dass wir in Kürze Porto Santo passieren, wusste ich, gleich bin ich da. Das nächste, das ich dann wahrnahm, war die Sonne, die angenehme Wärme, die ich verspürte, als ich aus dem Flugzeug ausstieg. 

Bis dahin hatte ich es somit schon einmal ohne Probleme geschafft. 

Der Busfahrer, der nicht wusste, was ich auf Englisch von ihm wollte, nämlich am „Campo da Barca“ rausgelassen werden, und ich die somit dank mangelnden Portugiesisches an der falschen Bushaltestelle stand, stellte da schon ein deutlich größerer Problem dar. Einen Koffer über das wunderschöne, jedoch sehr holprige Kopfsteinpflaster Funchals ziehen, würde ich niemandem von euch empfehlen… Ich war selten in meinem bisherigen Leben so erleichtert, wie in dem Moment, da ich das Eingangstor der „Serviços de Acção Social UMa“, der Studenten Residenz, erblickte. Denn hier werde ich nun für 7 Monate leben. Ich war da. Ich checkte also ein, brachte mein Gepäck aufs Zimmer, lernte die erste meiner beiden Zimmernachbarinnen kennen, und konnte dann endlich ohne Gepäck durch die Straßen Funchals schlendern und durchatmen. 

Und genau da nahm ich den dritten Aspekt meiner Ankunft auf Madeira wahr. Der unfassbar gute Geruch von gebratenem Fisch zog, egal wo ich mich befand durch jede Gasse. Dazu die Kellner der Restaurants, die versuchen dich zu einer kurzen Pause, oder einem Essen zu überreden und die man sich hier Vorort nur schwer aus dem Straßenbild weg denken könnte…

Marli, Madeira, Ankunft

Unglaublich viele neue Eindrücke, überall Einflüsse einer fremden Kultur, die Farben, die Menschen, die Sonne, das Meer…all das kann in dieser Masse schier überwältigend sein. Was es ohne Zweifel auch war, doch gleichzeitig auch einfach so wunder, wunderschön.Und dann am nächsten Tag traf ich auf einmal auf eine Vielzahl neuer Menschen. Zusammen am Meer oder im „Colègio“, welches unsere Hauptarbeitsstelle ist, lernte man sich schnell besser kennen. 8 von 12 Freiwilligen hatte ich somit schon kennen gelernt…

Ich bin sehr gespannt auf die restlichen Freiwilligen und auch darauf, wen ich sonst noch so kennen lerne… Heute ist ja schließlich erst mein dritter Tag hier in Funchal und darauf werden noch viele, viele weitere Tage, Wochen, Monate folgen.
In diesen folgenden Monaten erwartet mich bald eine erste Einweisung und genauere Erläuterung meines Projekts, neue (hoffentlich bessere Sprachkenntnisse) und ganz bestimmt auch viele tolle Erlebnisse, Bekanntschaften und neue Eindrücke, die ich so gut es geht hier reproduzieren werde.  


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