Als aller, aller Erstes. Sorry. Ich habe jetzt 2 Monate lang nicht geschrieben…. Ups.

Die Sache ist die und es ist wahrscheinlich für andere nicht immer ganz nachvollziehbar, aber wenn man richtig in diesem neuen Leben angekommen ist, ist alles so ganz normal und man hat gar nicht mehr so viel zu berichten, beziehungsweise merkt man die Besonderheiten so gar nicht mehr. Das heißt aber überhaupt nichts schlechtes, eher im Gegenteil: Ich bin mehr als froh über mein momentanes Leben in dieser Unabhängigkeit. Beziehungsweise, was eher noch mehr zutrifft ist, dass man so viel um die Ohren hat und man kaum noch dazu kommt, überhaupt mit der Familie oder Freunden aus Deutschland zu reden (Ja, das ist auch schon passiert. Meine Mutter fragt zwischendurch mal nach einem Lebenszeichen von mir aber ansonsten reden wir fast gar nicht mehr… ups)

Naja also. Was ist letztendlich passiert? Viel!

Dezember war ein sehr aufregender Monat. Angefangen hat  es mit einem Abendessen und danach einer Feier aller Freiwilligen meines Projektes, was sehr viel verändert hat, da ich seitdem mit meinem Freund, Nizar, zusammen bin und echt glücklich bin. Aber auch dadurch schafft man es dann zum Beispiel nicht mehr so ganz seinen Blog zu schreiben. Nizar ist aus Marokko und wohnt seit fast drei Jahren in Spanien. Ja, wir kommunizieren auf Spanisch (das klappt nach jetzt 5 Monaten in Spanien echt gut). Momentan ist er aber auch am Deutsch lernen und ich versuche ein bisschen Arabisch zu lernen. Ganz lustig, da ich vorher nie daran gedacht habe, arabisch zu lernen, aber wieso nicht? Interessant ist die Sprache auf jeden Fall! Also läuft zwischen uns alles gut und wir  sind gerade am herumbasteln, wie wir das machen, wenn ich wieder zum Studieren nach Deutschland gehe, aber sind da auch auf einem guten Weg.

Außerdem waren in Salamanca!!! Marta, meine eine Mitbewohnerin, hatte immer von Salamanca geschwärmt.Sie hat dort als Erasmusstudentin ein Semester lang studiert. Bis zu dem Moment an dem wir dort waren, habe ich das nie verstanden. Auch wenn es kalt war, sind wir letztendlich zu fünft dort gewesen. Marta, Veronica, meine beiden Mitbewohnerinnen, Noemi ein Aupair, die auch in Tudela wohnt und Stefano, ein Freiwilliger, der in Santander seinen EFD gemacht hat.

Also erstmal: Wenn irgendjemand jemals ein richtig besonderes Gefühl haben möchte ein Student zu sein, der muss unbedingt in Salamanca studieren!!! Die Uni Gebäude sind reinste Paläste und die Atmosphäre ist richtig schön. In Gärten kann man schön entspannt lernen mit super Ausblick! Ich kann es nicht so gut beschreiben, aber es war auf jeden Fall der Hammer. Und feiern kann man auch richtig gut. Klar in einer Studentenstadt. Eine Sache, die man aber auch generell in Spanien erst verstehen muss: Man geht frühestens erst um Mitternacht aus, um eine Kleinigkeit zu trinken und die Diskos werden erst so um 1 Uhr voll. Dafür feiert man dann bis fünf oder acht Uhr morgens. Daran musste ich mich erst echt gewöhnen, da ich es von Deutschland gewohnt bin/ war, dass man gegen neun oder zehn ausgeht. Jetzt inzwischen bin ich aber komplett zum Nachtmenschen geworden und vollkommen an den Rhythmus gewöhnt. Auch was die Essenszeiten angeht, mit denen ich anfangs ja so riesen Schwierigkeiten hatte.

Traumhafter Aussichtspunkt! Mein Lieblingsbild aus Salamanca.


Und nun kommen wir zur Weihnachtszeit:

Ich muss echt sagen, von der so ziemlich gar nicht vorhandenen Weihnachtsstimmung hier in Tudela, beziehungsweise in Spanien, bin ich echt mega enttäuscht gewesen. Klar, ich bin viel zu verwöhnt von der traditionellen Art in Deutschland, mit allen möglichen Weihnachtsmärkten und Weihnachtslichtern und allem, aber, dass hier so gar keine Weihnachtsstimmung aufkam hat mich echt fast zum Verzweifeln gebracht.

Es fing an mit dem fehlenden Glühwein und Lebkuchen, den in Deutschland schon Anfang Oktober in den Supermärkten zu kaufen gab. Mein Entzug von Lebkuchen und Glühwein hat leider so ziemlich jeder zu hören bekommen, vor allem meine armen Mitbewohnerinnen und Nizar mussten darunter leiden.

Nun zur nicht vorhandenen Weihnachtstimmung in Tudela: Es gab keinen Weihnachtsmarkt, keine leckeren Plätzchen, keinen Glühwein, keine Lebkuchen, nur ein paar Lichter und komischerweise Musikboxen auf einem Balkon für Weihnachtslieder… gaaaanz toll *hust hust*. Das mit den Musikboxen auf dem Balkon hat das Ganze noch wesentlicher trauriger gemacht. Der Situation entsprechend habe ich dann für meine Zeit in Deutschland ganz viel Zeit für den Weihnachtsmarkt eingeplant und war aber letztendlich nur genau einmal richtig auf dem Weihnachtsmarkt und das auch nur, um was Warmes zu trinken…. Naja, nächstes Jahr dann.

Am 22.12. ging es dann aber nach Hause. Ich habe mich riesig gefreut, da ich schon seit Anfang meines EFDs eine Art Video vor meinen Augen hatte, wie es sein würde am Flughafen oder Zuhause wieder alle in den Arm nehmen zu können. Das Heimweh war zwar futsch und ich habe es teilweise nicht mal mehr geschaff,t einmal die Woche nach Hause zu telefonieren, was vorher eigentlich das Ziel war (zumindest von meiner Seite), aber es ist klar, dass man sich riesig freut endlich nach so langer Zeit wieder die Familie und Freunde richtig vor sich zu sehen und umarmen zu können. Die Reise war nicht so besonders. Ich musste eine halbe Ewigkeit am Flughafen in Madrid warten, aber das war mir in dem Moment mehr als egal. Außerdem hat Netflix dabei sehr gegen die Langeweile geholfen :D. Meine Mutter hat mich am Flughafen abgeholt, da Mareike (meine ältere Schwester) zur gleichen Zeit mit dem Zug am Bahnhof in Frankfurt angekommen ist und mein Vater sie dann abgeholt hat. Zuhause angekommen sind dann doch tatsächlich vor Freude ein, zwei Tränen gekullert. Sogar ich war überrascht. Die zwei Wochen zurück in Deutschland waren auf jeden Fall super vollgestopft mit Freunden, Familie und ein paar nötigen Arztterminen. Meine Mutter war beleidigt, dass ich die ganze Zeit unterwegs war. Minette (meine Katze) war auch beleidigt, aber eher, weil ich so lange nicht da war. Erst in den letzten drei Tagen in Deutschland hat sie es dann wieder richtig genossen und ausgenutzt. Zu dumm, weil ich danach halt wieder zurück nach Spanien musste/ wollte.

Ich muss echt sagen, ich habe es genossen wieder zurück zu Hause zu sein, aber es war schon echt seltsam wieder in der Familie zu leben, wenn man sich so daran gewöhnt hat, selbstständig und individuell sein Leben zu leben. Außerdem musste ich leider wieder feststellen, wie verschlossen Deutsche doch sehr oft sind, aber gut, das ist eine andere Geschichte.

Auch habe ich gemerkt, dass ich mich selbst verändert habe. Mir wurde zwar schon in Spanien ständig gesagt, dass ich älter herüberkomme als ich eigentlich bin. Das wurde mir schon vorher teilweise in Deutschland gesagt, aber, durch die paar Schwierigkeiten, die ich anfangs hatte und die generelle Einstellung des „auf sich selbst gestellt sein“, bin ich wesentlich unabhängiger geworden, was mich auch selbst stolz macht.

Zuletzt hatte ich aber während der 2 Wochen so dermaßen starke Wortfindungsstörungen, dass es teilweise einen Punkt erreicht hat an dem ich dann entweder auf Englisch gewechselt habe und einfach nur noch Lachen konnte. Und keine Ahnung warum es auf Englisch besser funktioniert hat als auf Deutsch, aber im Endeffekt lag es natürlich am ständigen Spanisch sprechen. Wie es so schön heißt: Deutsche Sprache, schwere Sprache. In diesen Situationen musste ich immer nur an die Zeit in Deutschland direkt nach Kamerun denken. Danach hatte ich nämlich mindestens genauso Schwierigkeiten mit der Kommunikation, zumal ich mich auf Deutsch auch irgendwie nicht ausdrücken konnte, was bis heute noch teilweise so ist, aber gut.

Am 05.01.2019  ging es dann wieder zurück nach Spanien. Ich habe mich riesig gefreut, wieder dorthin zu kommen und auch Nizar und die zwei Italienerinnen wiederzusehen, aber natürlich war es auch ein bisschen schade, wieder zu gehen und sich zu verabschieden. In Spanien gehen die Menschen am Abend des fünften Januars (also die Nacht vor den heiligen drei Königen) feiern und es ist wohl eine große Sache mit riesen Umzügen in der Stadt. Ich habe die Hälfte verpasst, da ich dort noch im Bus war, aber in der Nacht sind wir alle feiern gegangen. Man muss sich ja schließlich ein bisschen anpassen an die spanische Kultur. 😀


Wieder zurück im Projekt:

Zurück bei der Arbeit dachte ich dann, dass alles wieder so wie immer läuft, bis ich an einem Morgen von Santi, der Mitbewohner von Adrianna und mein Mitarbeiter, beziehungsweise jetzt wohl mein Mentor von dem ich bis vor kurzem nicht wusste, dass er das ist, angesprochen wurde, wir müssten reden. Nach der Arbeit vormittags also kam ich dann in sein Büro und er fragte mich dreimal mindestens, wie denn meine Arbeitsstunden vormittags seien. Daraufhin antwortete ich 9:30 Uhr bis 12:30 Uhr. Die nächste Frage war dann, warum ich dann aber immer früher gehen würde. Dann erklärte ich ihm, dass die Mütter ihre Kinder meistens schon um 11:30 Uhr abholen und die anderen Freiwilligen dann auch immer alle gegangen sind und mir immer nur gesagt wurde, dass ich vormittags in der Krabbelstube bin und mehr nicht. Zuletzt hat er mir dann gesagt, dass ich doch danach immer zu ihm ins Büro kommen soll um ihm bei administrativen Sachen zu helfen und jeden Tag, wenn ich zur Arbeit komme und bevor ich wieder gehe bei ihm vorbeischauen soll damit er sehen kann, wann ich da bin. Während des ganzen Gesprächs habe ich mich echt ziemlich dumm gefühlt. Ich kann verstehen, dass ich hätte fragen  sollen, ob ich gehen kann oder dass durch meine Sprachbarriere anfangs auch ein paar Missverständnisse entstanden sind, aber die Art wie mir das eingetrichtert wurde, als hätte ich das komplett mit Absicht gemacht und mir dabei komplett die Schuld zu geben fand ich nicht fair. Plus, mir sowas nach fast fünf Monaten, also der Hälfte meines Projektes hier, zu sagen finde ich schon ein wenig seltsam.

Danach tat ich aber immer so, wie er wollte und kam auch immer morgens und mittags bei ihm im Büro vorbei, um Bescheid zu geben, dass ich da bin und dachte, dass jetzt alles in Ordnung wäre, bis mir vor ein paar Tagen gesagt wurde, dass ich Freitags länger arbeiten soll als vorher und ich aber gesagt habe, dass ich limitierte Arbeitsstunden habe, die in meinem Vertrag stehen. (Das ist so ziemlich das Erste, was uns immer bei den Seminaren eingetrichtert wurde, auch dass wir nicht als Arbeitnehmer angesehen werden dürfen sondern wirklich nur als Freiwillige.)

Auf jeden Fall meinte dazu dann meine Koordinatorin, dass ihr das in dem Fall egal sei, da ich ja die letzten Monate teilweise vormittags früher gegangen wäre und sie das jetzt als Strafe ansieht. Die Sache ist die: Hätte sie das in einem anderen Ton gesagt, bei dem man sich danach nicht richtig scheiße gefühlt hätte, wäre das ok gewesen, da hätte ich dann wahrscheinlich sogar ein Auge zugedrückt oder gefragt, ob wir das irgendwie so lange machen können bis ich meine versäumten Stunden abgearbeitet habe und danach in Ruhe nach einer Lösung suchen können, zumal ich auch Überstunden gemacht habe, die nicht wirklich einer mitbekommen hat. Naja, danach ging es mir, wie man sich aber vorstellen kann, so gar nicht gut. Vor Allem wie sie mich momentan behandelt finde ich nicht fair, da ich eine Freiwillige bin, die nicht ahnen kann, wenn es irgendwas anderes zu machen gibt. Außerdem war ich ja auch sehr überrascht über meine Aufgaben dort nachmittags. Mir wurde, wie ich auch in einem vorherigen Blogeintrag geschrieben habe, nie gesagt, dass ich die Person bin, die sich nachmittags um die Snacks und Sandwiches von 30 Kindern an einem Tag kümmert, zumal ich die Aufgabe eigentlich echt unnötig finde, da die Kinder auch vorher oder kurz nachher noch schnell was essen können. Ich könnte nachmittags meiner Meinung nach zumindest viel sinnvollere Sachen machen, die in dem Projekt helfen könnten. Also zusammengefasst mit allen Problemen, die ich bis jetzt hatte sind es immer Probleme der Kommunikation gewesen und das lag definitiv nicht alles an der Sprachbarriere, die ich anfangs hatte. Momentan bin dabei dieses Problem zu lösen und meide währenddessen den Kontakt mit Cristina, meiner Koordinatorin.

Als wäre der ganze Trubel bei der Arbeit nicht schon genug gewesen, meinte dann auch noch unser spanischer Mitbewohner irgendwelche Probleme anzufangen. Ich weiß nicht, wie oft wir schon mit ihm gesprochen haben um ihm nett klar zu machen, dass es selbstverständlich ist, die Arbeitsstellen der Küche, die man zum Kochen benutzt hat sauber zu machen oder den Tisch nach dem Essen abzuwischen, wenn man gekleckert hat. Eines Tages kamen Veronica, Marta (die zwei Italienerinnen mit denen ich zusammenwohne) und ich vom Fitnessstudio und wollten natürlich alle drei duschen. Borja (der 4 Mitbewohner unserer WG), war schon im Bad und hat geduscht. Als er dann fertig zu sein schien, musste er dann noch eine Waschmaschine einwerfen, was eine Ewigkeit gedauert hat und er musste eine von uns fragen, wie das überhaupt geht (ja genau unser Mitbewohner mit 33 Jahren musste und Mädchen, 29, 28, und 18, fragen wie man die Waschmaschine anmacht. Nicht, als würde er schon seit 4 Monaten in dieser Wohnung wohnen…) Naja, nachdem das dann auch getan war und er nur noch seinen Laptop im Bad hatte, weil er während des Duschens Musik gehört hat, habe ich nur schnell mein Handtuch ins Bad gelegt, weil es schon spät war, ich noch nichts gegessen habe und danach noch meine Haare föhnen musste und am nächsten Tag auch wieder zur Arbeit musste. Als er dann seinen Laptop auch aus dem Bad geholt hat, konnte ich dann duschen. Sooooo das war die Vorgeschichte und jetzt das eigentliche Geschehen: Während ich duschen war hat Borja den Mädels erzählt, dass es von meiner Seite aus ein Fehler von Respekt war mein Handtuch schon ins  Bad zu legen. Dies erzählten mir die beiden dann danach und Ihr könnt Euch bestimmt meine Reaktion vorstellen. Bitte was??? Gut gelaunt war ich danach auf jeden Fall nicht mehr. Fest stand auf jeden Fall aber, dass ich mit Borja reden müsste, da, wenn er doch ein Problem mit dem was ich mache hat, er das doch bitte mir sagen soll und ich das nicht aus zweiter Hand erzählt bekommen soll. Nach ein paar Tagen auf jeden Fall habe ich ihn dann darauf angesprochen und das erste was er sagte, war, dass er das mit dem Fehler von Respekt doch gar nicht so gesagt habe sondern, dass ihm das nicht gefällt. (Das mit dem „so habe ich das doch gar nicht gesagt“ kennen wir inzwischen schon alle echt gut. Das kommt jedes Mal aufs Neue wenn man ihn auf etwas anspricht, was er gesagt hat und er danach nicht mehr weiß, wie er da wieder heraus kam.) Naja danach haben wir das nur geklärt und gesagt, dass, wenn es Probleme gibt, wir die bitte direkt ansprechen und dann mit der betroffenen Person sprechen und nicht nur mit den Anderen. Danach war er aber sehr schlecht gelaunt, was ich irgendwie nachvollziehen kann und doch sehr lustig finde, da es ihm wohl sehr unangenehm war das ein Mädchen von 18 Jahren einem 33 jährigen Mann in einem direkten Gespräch sagt, dass man doch Probleme direkt und mit der betroffenen Person klären soll.

Ein paar Wochen später zumindest gab es dann nochmal ein Problem was den Ton beinhaltete, in dem er mit uns spricht. Wir haben schon oft festgestellt, dass er wirklich fehlenden Respekt gegenüber uns hat und somit wohl auch Frauen generell, da er doch immer Dinge negativ ausdrückt und wenn wir das Wort dann nicht kennen und er uns die Bedeutung sagt, er immer sagt: „Aber benutzt das besser nicht, das hat eine negative Konnotation.“ ….danke auch, und von meiner Seite aus fehlt der Respekt… ich glaube auch. Naja, das und ein paar Dinge summierten sich dann zusammen bis er dann an einem Tag freitags die Heizung komplett ausgeschaltet hat, obwohl Marta krank war und wir dann am nächsten Tag auch fast keine Heizung hatten. Veronica ist dann auf jeden Fall der Kragen geplatzt und wir haben alle ein sehr klärendes Gespräch geführt. Jetzt hat es sich auf jeden Fall alles ein bisschen gebessert. Mal sehen, ob das auch so anhält.


ABER jetzt wieder zu den positiven Dingen:

Ich bin seit Anfang Januar endlich im Fitnessstudio und war letzte Woche fast jeden Tag dort und bin sehr happy damit endlich wieder Bewegung zu bekommen und mich am nächsten Tag dann auch wieder über Muskelkater beschweren zu können.

Außerdem gibt es hier in den Diskos teilweise Latina Musik und Salsa Kurse. Nizar geht auch in Tanzkurse, weswegen wir öfter mal zu solchen Tanzabenden gehen, wodurch ich auch echt viel lerne, da Salsa vorher für mich ein Fremdwort war 😀 Auf jeden Fall merke ich echt, wie sehr ich mich mit der Zeit verbessere und wie viel Spaß es mir macht. Zu doof nur, dass das in Deutschland nur sehr viel schwerer aufzufinden ist, aber mal sehen.


EVALUACION INTERMEDIA:

Außerdem war vor kurzem mein Midterm Seminar im eigentlich warmen Malaga (also das Dorf hieß Mollina). Aber Ende Januar ist es da natürlich auch nicht wärmer als zehn Grad. Trotzdem war es echt cool und ich bin mal wieder komplett durcheinander gekommen mit den ganzen Sprachen. Diesmal waren wir um die 90 Jugendlichen, die für die Lektionen in vier Gruppen aufgeteilt wurden und das Seminar insgesamt war sehr viel intensiver, aber trotzdem gab es mehr oder weniger genug Zeit, um jeden mehr oder weniger kennenzulernen. Einen Nachmittag sind wir auch nach Granada gefahren, aber leider ist es dort ganz schnell wieder dunkel geworden und geregnet hat es auch, weswegen wir alle nicht wirklich was von der Stadt sehen konnten.


Kleinigkeiten im Projekt die einem den Tag versüßen:

Hamza (einer der Kinder in der Hausaufgabenbetreuung): Es ging um den Englischunterricht, für den letztendlich doch noch eine Lehrerin kommen sollte, damit die Kinder nicht nur eine halbe Stunde, sondern eine komplette Stunde haben und somit mehr lernen. Hamza, eines der Kinder, der in den Englischunterricht kommen wollte, aber letztendlich doch nicht konnte, sagte mir dann zumindest, er würde aber nur in den Englischunterricht wenn ich ihn mache und nicht eine andere Person. Awwwww  😀

In der Krabbelstube bin ich das lebendige Klettergerüst der Kinder (ist ja eher selten, dass da jemand großes ist). So kommt es zumindest, dass die Kinder mal an einem hochklettern wollen oder vor allem durch die Beine herumrennen.

 

Cindy (links) und Chana (rechts): Zwei Kinder, die bis jetzt die einzigen sind, die nicht nur für einen Monat da waren, sondern wirklich auch hier bleiben. Chana ist so ziemlich das süßeste Kind jemals und Cindy das anhänglichste. 😀 Aber es ist echt schön zu sehen, wie die Beiden groß werden und jeden Tag lernen.

Ja und  ansonsten war es das auch „schon“. Die Zeit rennt davon. Die Hälfte meiner Zeit ist hier schon vorbei und es geht doch alles viel zu schnell, aber man kann nur jedes freie Wochenende mit Reisen oder Freunden nutzen. Apropos Reisen: demnächst geht es nach Gran Canaria für ein etwas verlängertes Wochenende, dann kommt Janna, eine Freundin aus Deutschland und wir schauen uns zusammen Madrid, Toledo und Valencia an und im April kommen meine Eltern mit meiner kleinen Schwester um eine kleine Rundreise in Nordspanien zu machen. Es kann also nur gut werden!!!

Liebe Grüße

Wiebke



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