Knapp drei Wochen sind von meinem EFD noch übrig, dann geht es nach Deutschland. Ich kann gar nicht glauben, wie schnell der Sommer vergangen ist. Aber wenn man bedenkt, was ich alles gemacht habe, ist das vielleicht nicht so verwunderlich.

Mein Arbeitsplatz bietet im Sommer keine Kurse an, aber dafür verschiedene Camps für Kinder. Manche finden an meinem Arbeitsplatz unter der Woche von 8 bis 16 Uhr statt. Ich habe bei vier solchen Camps mitgeholfen, darunter ein Kochcamp, eins mit ganz kleinen Kindern, eins mit dem Thema „Harry Potter“ und eins mit dem Thema Sport. Das fünfte Camp war aber ganz anders und das Beste, bei dem ich hier dabei war. Neun Tage lang war ich mit etwas über fünfzig Kindern und elf anderen Mitarbeitern in Podmitrov, wo wir kleine Hütten gemietet hatten und ein Camp zum Thema „Minions“ veranstaltet haben.

Meine Kollegen und ich

Das Thema stand lange vorher schon fest und so wirklich hatte ich mich nicht darauf gefreut. Ich wusste, dass wir uns verkleiden mussten und die Aussicht darauf, über eine Woche ständig „Banana“ von sich zu geben, war nicht gerade schön. Aber es hat sich wieder als wahr erwiesen, dass man manche Dinge einfach versuchen muss. Jeden Abend haben wir einen Minion-Sketch aufgeführt und wir hatten wirklich Spaß dabei. Manchmal hatte ich den Eindruck, dass es für uns noch lustiger war als für die Kinder. 😀 Aber abgesehen davon ist es einfach ein unglaublich tolles Gefühl, wenn du weißt, dass du Kinder zum Lachen bringst. Tagsüber haben wir mit den Kindern Spiele gespielt, sind im Bach herumgelaufen, haben einen Orientierungslauf, Ausflüge, eine Disko unter freiem Himmel und Filmabende veranstaltet, haben miteinander gebastelt, gemalt und gesungen, haben uns mit Farben angemalt, eine Einhornjagd gemacht und noch viel mehr. Es war eine unheimlich tolle Gruppe von Kindern. Viele sind mir in der einen Woche wirklich ans Herz gewachsen. Oft musste ich einige trösten, weil sie Heimweh hatten, sie sich weh getan hatten oder es sonstige Probleme gab, und bei den Mahlzeiten habe ich immer etwas Lustiges erzählt bekommen.

Lagerfeuer mit allen 🙂

 

Natur 🙂

 

Ein gefangenes Einhorn 🙂

 

Ein Foto, das einer meiner Kollegen gemacht hat, der Fotokurse anbietet. „Louka“ ist der Name meiner Arbeitsstelle.

 

Bunt 🙂

 

Die anderen Mitarbeiter waren total lieb und haben die Zeit dort wirklich noch besser gemacht. Wir haben uns alle wirklich gut verstanden. Es war immer eine sehr entspannte Atmosphäre da. Wir haben gut zusammengearbeitet und ich habe in allen einen Freund gefunden. Abends, als die Kinder im Bett waren, gab es erstmal eine Besprechung über den nächsten Tag, und danach ging dann der eigentliche Abend los. Wir haben oft miteinander Brettspiele gespielt, wobei mir alle immer alles übersetzt haben, wenn ich Fragen hatte. Viele konnten Gitarre spielen und so waren oft Lieder von z.B. Jaromír Nohavica, einem sehr bekannten tschechischen Komponisten, zu hören und sonst haben wir uns einfach unterhalten. Jede Nacht war kürzer als die vorherige – am Ende hatte ich drei Stunden Schlaf -, aber das war es wert. Ich habe alle unheimlich lieb gewonnen und obwohl ich froh war, wieder mein eigenes Bett zu haben und keine Spinnen mehr verscheuchen zu müssen, war ich wirklich traurig, als wir wieder gefahren sind. Es war eine ganz tolle Erfahrung für mich.

Abends beim Spielen 🙂

 


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