Nach dem ersten Beitrag über meine Reisen während des EFD’s folgt hier der zweite Teil.

Mai

An einem Donnerstag im Mai um kurz nach 7 Uhr fuhr ich mit zwei weiteren EFD’lern aus Bozen, einer aus Deutschland und einer aus Frankreich, nach Rom.

Von Bozen aus ist das ziemlich entspannt: Mit dem Bus zum Bahnhof, dort in den Schnellzug und ohne umzusteigen nach viereinhalb Stunden in Roma Termini wieder aus dem Zug raus. So hatten wir sogar am ersten Tag noch richtig viel Zeit in Rom.

Während den sechs Tagen in Rom sahen wir so ziemlich jede irgendwie bekannte Sehenswürdigkeit, tranken gefühlt literweise Cappuccino – u.a. auf dem Dach vom Petersdom nach der Kuppelbesteigung – und hatten einige Erkenntnisse:

  1. Der Preis einer Pizza Margherita ist der perfekte Indikator für die Preisklasse eines Restaurants. Die Preise, die wir auf den Speisekarten entdeckt haben, reichten von 3€ in Trastevere bis 13,50€ an der Piazza Navona im Zentrum. Der Preis sagt auch überhaupt nichts über die Qualität aus, denn die beste Pizza Margherita, die ich in Rom gegessen habe, hat nur 5€ gekostet.
  2. Wenn man in Rom mit dem Auto unterwegs ist, muss man verrückt sein. Und mit dem Fahrrad lebensmüde. Der Straßenverkehr ist komplett wahnsinnig!
  3. Die Busfahrt zu den Katakomben in der Nähe der Via Appia Antica war so holprig, dass es genauso gut hätte in Indien sein können. Mit Rückenschmerzen und Prellungen an Armen und Knien stiegen wir aus dem Bus aus.
  4. Sechs Tage für Rom sind perfekt. So mussten wir nicht hetzen und hatten nachmittags immer Zeit für eine Siesta im Hostel.
  5. Kaffeeautomaten ist nicht zu trauen: Am Kaffeeautomaten auf dem Palatin, beim Forum Romanum. Wir holen uns Kaffee, ich als letzter. Erster Kaffee, kein Problem. Zweiter Kaffee, alles funktioniert wie es soll. Mein Kaffee: Der Kaffee läuft gezielt am Becher vorbei durch das Gitter darunter. 50 Cent für einen leeren Plastikbecher! Kaffeeautomaten ist nicht zu trauen!

An einem Donnerstag im Mai, zwei Tage nach der Rückkehr aus Rom, ging die nächste Reise los. Dieses Mal nicht in Italien, sondern etwas weiter weg, nämlich nach Paris. Die Idee ist entstanden, als wir einen Tag nach dem Brand von Notre-Dame bei einem Aperitivo in der üblichen Runde in unserer Lieblingsbar saßen und spontan überlegten: „Lass mal nach Paris fliegen!“ Und dann tatsächlich Flüge für unter 30€ gefunden haben.

Wir hatten zwar nur zweieinhalb Tage, aber die waren genug, um Louvre und Montmartre, Musée d’Orsay und Eiffelturm, Arc de Triomphe und Notre-Dame (oder was davon übrig ist) zu sehen. Und um sich abends an die Seine zu setzen und den vorbeifahrenden Booten hinterherzuschauen. Früh am Sonntagmorgen ging es wieder mit dem Flugzeug zurück nach Italien.

Das Wochenende darauf hätte ich eigentlich gerne frei gehabt, aber es stand die Mid-Term-Evaluation an. Nach zwei Wochen also schon wieder Rom, wobei wir während des Trainings keine Zeit hatten, in die Altstadt zu gehen, und das Training an sich auch ausbaufähig war.

Juni

Seit der ersten Juniwoche hat es fast jeden Tag über 30 Grad und nachts immer noch um die 20 Grad. Der Schnee in den Bergen ist jetzt zwar größtenteils weg und wir konnten schon einen ersten Klettersteig gehen, aber anstrengend sind solche Temperaturen schon.

In der Mittagssonne lässt es sich in Bozen im Tal kaum aushalten, aber zum Glück gibt es ja die Berge drumherum und das Rittner Hochplateau direkt am Stadtrand, wo es noch erträglich ist.

Meine gewöhnliche Arbeit im Jugendzentrum ist jetzt schon vorbei, da die dreimonatigen Sommerferien bereits angefangen haben, und es starten die Sommeraktivitäten. Zuerst zwei Wochen lang verschiedene Ausflüge zu Seen, in Freizeitparks und Freibäder und in die Berge in Südtirol und im Trentino, dann drei Wochen Ferienprogramm im Jugendzentrum.

Und danach ist mein EFD auch schon vorbei und es geht zurück nach Deutschland. Die Zeit vergeht wie im Flug!

Bilder

Forum Romanum und Kolosseum in Rom

Monumento a Vittorio Emanuele II in Rom

Blick von der Kuppel des Petersdoms in Rom

Blick vom Arc de Triomphe in Paris

Louvre in Paris

Île de la Cité in Paris

Aussicht vom Ritten bei Bozen auf den Schlern und den Rosengarten

Erster Klettersteig des Jahres


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