Der siebte Monat des Jahres war zugleich auch der sommerlichste Monat soweit. Die 31 Tage waren gefüllt von Strand, Musik, leckerem Essen, Reisen, Sport und guter Gesellschaft.

In meinem Projekt war die Atmosphäre so harmonisch wie noch nie. Mit allen Mitarbeitern verstehe ich mich hervorragend und ich erlebe einen allgemein wohltuenden, jedoch nicht bedrängenden Rückhalt seitens meiner Mentorin und Tutorin. So kann ich mein Projekt produktiv und mit großer Freude gestalten. Diesen Monat habe ich mein persönliches Projekt begonnen, gemeinsam mit den Senioren Musikinstrumente zu konstruieren. Dafür kommen die Teilnehmer und ich zwei mal wöchentlich zusammen und arbeiten mit viel Spaß und Teamgeist an den Instrumenten. Wir haben bereits Trommeln, Hand-, Teller- und Flaschenrasseln, einen Regenstab und eine Ratsche gebaut. In den nächsten Wochen werden wir in einem „Musikzirkel“ unseren Gesang mit diesen rhytmischen Instrumenten begleiten. Da ich etwa zu Beginn des Monats begonnen habe, Gitarre spielen zu lernen, werde ich meine neu erworbenen Fähigkeiten auch im Rahmen dieses Projektes einfließen lassen, sodass das Klangbild bunter werden kann.

Neben dem üblichen Alltag im Seniorenzentrum, den ich glücklicherweise nach wie vor in vollen Zügen genieße, erlebte das Kinderfreizeitzentrum Casa de Sao Bento seine aktivste Phase des Jahres. Die Kinder haben Ferien, gehen nicht in die Schule und sind dementsprechend gestimmt. Wir schmückten den Monat mit täglichen Ausflügen zum Strand, in den Garten und auf den Fussballplatz und verbrachten die gesamte Zeit an der frischen Luft. Diese Zeit des Jahres erlebte ich mit den Kindern als besonders intensiv und wohltuend. Die Ferien, aber auch der Sommer insbesondere, bringen eine einzigartige, fast „magische“ Atmosphäre mit sich, die den Alltag der Einrichtung bunter, lauter und fröhlicher werden lässt.

Das WG-Leben

In unserer Wohnung haben wir zahlreiche gemeinsame Abendessen veranstaltet, zusammen gekocht, gelacht und gegessen. Diese Mahlzeiten mit meinen Mitbewohnern gefallen mir so sehr, nicht nur weil wir als Gruppe einfach gut harmonieren, sondern auch, weil die Mischung der verschieden, auch von der jeweiligen Kultur, geprägten Koch- und Backstile sehr bereichernd ist. Jedes gemeinsam gezauberte Gericht ist ein einzigartiges Kunstwerk.

Das Klima und das Verhältnis zwischen mir und meinen Mitbewohnern ist so gut und wohltuend, wie noch nie und ich fühle mich in unserer Wohnung in Oeiras pudelwohl. Wir unternahmen viele Ausflüge zu Stränden, zelteten unmittelbar vor den atlantischen Wellen, gingen auf Konzerte, in Parks, Museen und durch die Straßen Lissabons. Ich besuchte eine Freundin an der Algarve und bekam die wunderschöne Südküste Portugals zu Gesicht. Wir erkundetetn Olhao, Faro und die vor dem Festland gelegenen Inseln Farol und Culatra, die man mühelos mit einem kleinen Fährboot in etwa zehn Minuten erreichen kann. Die Algarve ist wahrhaftig einer meiner Lieblingsorte in Portugal, denn die Atmosphäre dort ist durch ihr warmes Wetter, das wunderschöne Meer, die interessante Natur, das gute Essen und die malerischen Örtchen vielseitig erkundbar und wirklich gemütlich. Ich könnte mir sogar vorstellen, eines Tages in einem kleinen Häuschen hier ein Zuhause zu haben!

Ausflug nach Spanien

Als krönenden Abschluss des Monats reiste ich mit Rebekka und Jose aus meiner Wohnung und Pedro und Judith aus Casa Europa, einer der anderen Unterkünfte von ProAtlantico für vier Tage nach Spanien, genauer gesagt auf die Farm von Jose im ländlichen Umfeld von Malaga. Wir erkundeten die Städte Malaga, Granada, Ronda und Setenil, welche mich alle durch ihre unvergleichlich malerische Atmosphäre begeistert haben. Die Tapasbars, die alten Gebäude, die wunderschön hügelige Natur und eine einzigartige Historie dieser Region machten Andalusien für mich zu einer der schönsten Regionen, die ich je gesehen habe. Auch erkundeten wir den Obst- und Gemüsegarten hinter dem Haus von Jose´s Familie und konnten so sogar Einiges über Landwirtschaft und die endemische Pflanzenwelt lernen. Am letzten Tag machten wir eine kleine Wanderung durch die Hügel nördlich von Marbella und bekamen an einem Aussichtspunkt das Atlasgebirge der marrokanischen Küste zu Gesicht – ein wahnsinnig schöner Moment für mich.

Juli war wunderbar und ich bin dankbar für jeden einzelnen Moment! Auf geht´s in den August..


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