Mit dem Beginn eines Projektes im Rahmen des Programms Erasmus+ beginnt gleichzeitig ein Lernprozess. Um über diesen besser reflektieren zu können, ist es für uns Freiwillige verpflichtend an zwei Seminaren im Gastland teilzunehmen:

  1. Das on-arrival (meist nach 1-2 Monaten), das sowohl dazu dient die Freiwilligen an das Land und die Kultur zu gewöhnen als auch wichtige Informationen über Sprachkurs, Krankenversicherung etc. zu vermitteln.
  2. Die mid-term evaluation, an der ich Ende Mai teilgenommen habe und die den Freiwilligen die Möglichkeit bietet, ihr Projekt bis zu diesem Zeitpunkt zu bewerten und sich über ihre Erfahrungen auszutauschen.

Ich werde nicht im kleinsten Detail auf die Aktivitäten eingehen, da ich nichts vorwegnehmen will für diejenigen, denen es noch bevorsteht, aber ich kann einen groben Überblick über die Woche geben. Wie bereits erwähnt dienen die verschiedenen Einheiten dazu, um über unsere Aufgaben im Projekt zu reden und was wir dadurch gelernt haben. Außerdem reflektieren wir in den Einheiten unsere Wirkung auf die lokale Gemeinde und die Personen, die im Projekt involviert sind, bekommen Informationen zum YouthPass (ein Zertifikat, welches man nach dem Freiwilligendienst erhält) und ein paar Hilfestellungen für die Anfertigung, besprechen wie wir Schwierigkeiten bewältigen und Probleme lösen können und wie wir das Projekt noch verbessern können in der verbleibenden Zeit sowie was nach dem EFD passiert.

Meine Gruppe

 

Abgesehen von diesen Gruppenarbeiten haben wir z.B. Aktivitäten gemacht, bei denen unsere Kreativität gefragt war, denn für den zweiten Abend sollten wir einen Abend „kreativer Kultur“ vorbereiten, wozu wir präsentieren sollten, was typisch für unsere Region hier in Spanien ist. In meinem Fall ist das Castilla La-Mancha – die Region Don Quijotes und des Manchego Käse –, aber da leider nur eine weitere der ca. 85 Freiwilligen aus meiner Region kam, haben wir uns mit 2 anderen aus der Region Extremadura geeinigt und zu viert ein lustiges Theaterstück entworfen.

Als Überraschung und um die Idee des Europäischen Freiwilligendienstes zu verbreiten, stand mittwochs eine Exkursion auf die Feria de Córdoba an – eines der größten traditionellen Feste in ganz Spanien. Nach einem offiziellen Empfang vom Rathaus und seeehr leckeren Tapas, hatten wir Freizeit, um die Feria und das Stadtzentrum zu erkunden. Auch wenn ich zuvor bereits zweimal in Córdoba war, hat es mir super gefallen die traditionelle Kleidung für Frauen und Männer zu sehen sowie den Klang von Flamenco an jeder Ecke zu hören.

Feria de Córdoba

 

Für den letzten Abend hat sich ein Team von Freiwilligen bereit erklärt sich etwas Spezielles für unsere Abschiedsfeier zu überlegen und in der Tat war es sehr originell, denn sie hatten einen Kontest vorbereitet, bei dem wir in verschiedenen Gruppen jeweils ein Monument und etwas Typisches aus einem europäischen Land darstellen mussten, also z.B. das Kolloseum und Pizza für Italien oder der Manneken Pis und Pommes für Belgien…

So gingen 5 intensive Tage der Reflexion, des Austauschs, aber auch mit viel Spaß zu Ende. Wer einen besseren Einblick bekommen möchte, kann sich gerne dieses Video über das Seminar anschauen: https://www.youtube.com/watch?v=oBZ4KnU391w

Da ich das Glück hatte, dass die Jugendherberge nur etwa eine Stunde von Málaga entfernt lag, habe ich das Wochenende danach genutzt, um die Stadt zu erkunden sowie die Zeit am Strand mit ein paar anderen Freiwilligen zu genießen!

Eindrücke von Málaga


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