Die erste Hälfte meines Freiwilligendienstes war bereits Anfang März vorüber und in diesem Eintrag berichte ich von meinem ersten Fazit. Um dies ein bisschen besser zu veranschaulichen, werde ich einen Vergleich mit einer Fußballpartie heranziehen – doch keine Angst, auch für diejenigen unter euch die nichts mit Fußball am Hut haben, wird dies ein interessanter Beitrag sein.

Anpfiff war im September. Das Abenteuer begann. Ich wusste nicht was auf mich zukommt, welche Schwierigkeiten und Herausforderungen ich haben werde, um meine Ziele zu erreichen oder was am Ende steht. Jedoch war ich zuversichtlich und stets motiviert, dass ich mich während meines Freiwilligendienstes weiterentwickeln werde, sowohl meine Persönlichkeit als auch meine Fähigkeiten und letztendlich durch mein Projekt zu einer Erhöhung der Jugendbeteiligung und Verbesserung des Lebens der lokalen Gemeinde beitragen kann.

Am Anfang stand natürlich die Frage: Welche Pässe bekomme ich zugespielt? Welche Aufgaben zugeteilt? Und wie wird die Arbeit in einem internationalen Team funktionieren? Welche Rolle habe ich? Bis jetzt habe ich viele verschiedene Aufgaben bekommen (Aktivitäten für verschiedene Altersgruppen im Krankenhaus vorbereiten, Promotion für das Erasmus+ Programm, Deutsch-Unterricht an einem Institut…), Herausforderungen gelöst (Wie kommuniziere ich mit Menschen, die meine Sprache nicht sprechen? Wie organisiere ich meinen Alltag in einer unbekannten Stadt? Wie ist es zum ersten Mal für so lange Zeit ohne meine Familie und Freunde zu sein?) und Neues gelernt (Wie lerne ich eine neue Sprache möglichst schnell? Wie plane ich ein Projekt?) etc. und mit der Zeit habe ich gemerkt wie sich alles einpendelt. Man bekommt mehr Übung für das was man tut, die Kommunikation funktioniert immer besser und alles findet seinen Platz.

EFD Spanien

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Ein erfolgreiches Jahr benötigt – genauso wie eine Fußballpartie – eine sehr gute Vorbereitung. Diese habe ich auf einem Vorbereitungskurs von ODI in Deutschland sowie individuell erworben, indem ich mich z.B. ein wenig über die Region, in der ich meinen Freiwilligendienst leiste, informiert habe. Zudem habe ich versucht mir die wichtigsten Wörter der spanischen Sprache anzueignen (leider habe ich vor lauter Aufregung bei der Ankunft das meiste wieder vergessen und nicht mehr als ein ¡Hola! rausgebracht).

Ich denke es ist wichtig, keine zu großen Erwartungen zu haben. Auch wenn mir dies schwerfällt, da ich ein perfektionistischer Mensch bin, habe ich mir für dieses Jahr lieber realistische Ziele gesetzt, die früher oder später zu erreichen sind weil sobald ein Ziel geschafft bzw. eine weitere Etappe erreicht ist, fühlt es sich bereits an wie ein wichtiges Tor bei der Weltmeisterschaft.

Jetzt geht es in die 2. Hälfte und es heißt Vollgas geben! Denn die Zeit fühlt sich manchmal wirklich nur wie kurze 90 Minuten eines Fußballspiels an. Es kommt mir so vor als wäre ich vor kurzem erst hier angekommen und deswegen sollte ich jeden Moment genießen, denn Wiederholung oder Verlängerung gibt es in meinem Fall nicht. Was ich mir erhoffe? Dass ich im September auf ein bereicherndes Jahr zurückschauen kann, aus schwierigen Situationen gelernt habe und die guten Erinnerungen im Herzen behalte.

Aber eins ist klar: Gewonnen habe ich sowieso jetzt schon!


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