„Das Leben ist ein Labyrinth: Jeder geht seinen Weg und alle begegnen sich irgendwann.“, „Das beste an Verabschiedungen sind die Wiederbegegnungen.“ oder „Auf jedes Tschüss folgt ein Hallo.“ Es gibt viele Zitate über die Ankunft, den Abschied sowie Wiederbegegnungen von Menschen in deinem Leben. In diesem Beitrag möchte ich meine bisherige Geschichte erzählen.

Alles hat im September begonnen, als unsere Koordinatoren meinen Mitfreiwilligen Stanislav und mich an der Zugstation unserer Stadt abgeholt haben. Wie du dir vorstellen kannst, ist es ein sehr schönes Gefühl, wenn du an einem neuen, fremden Ort ankommst und es Leute gibt, die sich um dich kümmern und dich willkommen heißen. Außerdem hatten unsere zukünftigen Mitbewohnerinnen aus Italien das Abendessen vorbereitet und haben uns auch sehr geholfen die Stadt kennenzulernen und uns an alles zu gewöhnen. In den ersten Wochen hier habe ich oft „Willkommen in Spanien!“ gehört und jeden Tag habe ich neue Gesichter gesehen und mir wurden neue Leute vorgestellt.

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Im Januar änderte sich jedoch etwas, da meine Organisation zwei neue Praktikanten aus Spanien aufnahm, die unsere neuen Mitbewohner wurden. So waren es nun Stanislav und ich, die die Neuen willkommen hießen. Außerdem waren wir an der Reihe ihnen die Stadt zu zeigen, weil wir uns bereits an das meiste gewöhnt hatten und die wichtigsten Orte kannten. Wie schnell sich das Blatt wenden kann!

Wie wir im Deutschen sagen, sieht man sich immer zweimal im Leben. Naja, für manche Menschen wünscht man sich das, bei anderen hofft man eher weniger darauf. 😃 Aber als meine Koordinatorin mir mitteile, dass eine der Italienerinnen, die im September das Praktikum gemacht hatte, zurückkehrt, um nun einen Freiwilligendienst für ein Jahr zu leisten, freuten wir uns auf jeden Fall sehr darüber, dass sich unsere Wege zweimal kreuzen werden und wir gemeinsam mehr Erfahrungen machen können, an die wir uns später erinnern können. Außerdem bekam unser internationales Team Zuwachs von einer weiteren Italienerin und einer Türkin (Praktikantinnen für 2 Monate) sowie einer Freiwilligen aus der Ukraine – und somit war unsere Multikulti-Gruppe perfekt!

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So viel zu den Personen, die direkt in meinem Projekt involviert sind/waren. Aber während dieses Jahres begegnet man noch viel mehr Menschen, die ich gar nicht alle erwähnen kann. Man lernt sich kennen während den Seminaren am Anfang und der Mitte des Jahres, auf Reisen oder wenn du dich mit Freunden triffst und diese wiederum Freunde mitbringen…

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Ich gehöre zu den Personen, die es bevorzugen weniger nahestehende Personen zu haben, dafür aber wahre Freunde, als sehr viele Menschen, die man aber nur vom Sehen kennt und mit denen man keine tiefere Freundschaft pflegt oder die sich nicht wirklich um einen kümmern. Das kann jedoch sehr schwer sein, wenn man ganz alleine in einer neuen Umgebung lebt ohne jemanden zu kennen und ehrlich gesagt hat es lange gebraucht bis ich mich wirklich geöffnet habe. Jetzt kann ich sagen, dass ich weniger Probleme damit habe mit der Tatsache, dass du manche Menschen nur einen Tag oder auf begrenzte Zeit in deinem Leben siehst und danach eventuell nie mehr.

Was ich außerdem aus den Situationen gelernt habe? Am Ende sind Abschiede und Neubegegnungen etwas absolut normales im Leben. Menschen kommen und gehen, aber die wichtigsten bleiben und es kommt auch auf dich selbst an, wie viel du dich bemühst Kontakt zu halten. Mein Rat ist deshalb: Schätze und genieße die gemeinsame Zeit und wenn du dich verabschieden musst, behalte die Erinnerungen im Herzen.

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Aber mir bleiben ja glücklicherweise noch etwa 3 Monate!


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