Tere!/Hallo!

Ich bin nun schon seit mehr als 6 Monaten in Tallinn, der Hauptstadt Estlands, was bedeutet, dass mir nur noch 4 Monate meines ESK‘s bleiben. Die Zeit bis jetzt ist so schnell vergangen…

Mein ESK-Projekt ist im Kullerkupu-Kindergarten. Dort bin ich größtenteils in einer Gruppe, die von 3 bis 4 Jährigen Kindern besucht wird. Manchmal wechsele ich auch in eine der drei anderen Gruppen, etwa für Backprojekte und Ausflüge. Im Kindergarten erweisen sich die Kinder als gute Sprachlehrer, indem sie mir täglich neue Estnisch-Vokabeln beibringen und auch wenn ich vor allem am Anfang kaum etwas verstanden habe, haben sie nie aufgehört, mit mir zu reden. Mittlerweile kann ich mich daher mit den Kindern auf Estnisch (und immer weniger mit Händen und Füßen) verständigen. Insgesamt bereitet mir die Arbeit in dem Kindergarten super viel Spaß und ich habe mich von Beginn an dort sehr wohl gefühlt.

Open Door International e.V, ODI, Erfahrungsbericht, Estland, ESK

backen mit Freunden

Wochenendausflug nach Tartu

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich lebe mit 4 weiteren Freiwilligen aus Österreich, Finnland und der Ukraine in einer WG. Wir verstehen uns super, so dass wir vor allem an den Wochenenden viel zusammen unternehmen. Hier in Tallinn sind noch viele weitere Freiwillige und mit einigen treffen wir uns regelmäßig zum Kochen, Backen, zu Spielabenden und Ausflügen.

Etwa 1,5 Monate nach meiner Ankunft stand mein 5 Tägiges On-Arrival-Training in Tartu statt. Morgens haben wir zum Wachwerden immer einen neuer estnischer Volkstanz gelernt, danach setzten wir uns unter anderem mit den Zielen unseres Freiwilligendienstes auseinander. Auch lernten wir einige Grundlagen der estnischen Sprache. Das stellte sich bei 14 Fällen und dem für uns neuem Buchstaben „õ“ (sollte etwa wie eine Mischung aus e und ö klingen) als nicht so einfach heraus. Außerdem versuchten wir uns an einigen Zungenbrechern, etwa „kuuuurija istus töööös jääääres“ (=in einer Arbeitsnacht saß ein Sterngucker auf einer Eiskante) und „uusaastaöövastuvõtuhommikuidüll“ (=Morgenidyll nach Neujahr). Abgesehen davon, dass wir beim On-Arrival Training inhaltlich eine Menge gelernt haben, war es besonders schön, dort viele andere Freiwillige kennenzulernen, mit denen ich auch nach dem On-Arrival Training noch einiges unternommen habe.

 

 

 

 

 

 

 

 

So war ich 2 Wochen nach dem On-Arrival-Training mit 4 anderen Mädels zum Wandern verabredet. Hier in Estland gibt es viele kostenlose Hütten für Wanderer, die mit einem Ofen, Feuerholz und Schlafgelegenheiten ausgestattet sind. In einer solchen verbrachten wir also die Nacht. Am Abend kamen noch weitere Wanderer dazu: 5 Mädels, die in Estland ein Erasmus-Auslandsjahr verbringen, mit denen wir den Tag am Lagerfeuer ausklingen ließen. Früh am nächsten Morgen brachen wir dann zu unserer Etappe auf. Wir fanden nicht auf Anhieb den Weg, daher liefen wir die erste Zeit durch hohen Matsch, was uns allen nasse Füße bereitete. Umso größer war aber die Freude, als wir später den richtigen Pfad fanden. Insgesamt war der Wochenendausflug ein tolles Erlebnis, welches wir alle gerne noch einmal wiederholen möchten.

Weihnachten und Sylvester musste ich dann in Quarantäne verbringen. Einer meiner Mitbewohner hatte sich leider mit dem Corona-Virus angesteckt, so dass wir unseren geplanten Weihnachtsurlaub absagen mussten. Da wir anderen WG-Bewohnerinnen aber glücklicherweise nicht erkrankt waren, konnten wir zumindest eine kleine Zimmer-Weihnachtsfeier machen.

Nach der Quarantäne durften wir dann den Schnee genießen, der kurz nach Weihnachten gefallen war. Schlittenfahren und Winterspaziergänge durften da natürlich nicht fehlen. Auch stand ich dann beim Skiunterricht meines Kindergartens das erste Mal auf Langlaufskiern, was mir super viel Spaß gemacht hat. Jetzt gehe ich daher regelmäßig mit einigen Mitbewohnern Ski fahren. Letzte Woche haben wir  gemeinsam eine neue Sportart ausprobiert, das Winterschwimmen. Dafür wurde in das Eis, dass auf dem Meer liegt, ein Loch gesägt. Keiner von uns hat es lange im kalten Wasser ausgehalten, trotzdem  waren wir nachher alle glücklich, es geschafft zu haben und waren auch ziemlich schnell wieder durch heißen Tee aufgewärmt.

Noch einige Fotos…

Unser erster Schneemann des Jahres

Das erste Mal auf Langlaufskiern

 

Schlitten fahren mit anderen Freiwilligen

Winterwanderung

der gefrorene Jägala Wasserfall

Kategorien: Nele S. in Estland

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