Ein kleiner Einblick in mein neues Leben

Wohnen und Leben nach eher westlichen Standards – Arbeiten in Grundschulen der Townships auf Kiesfeldern übersät mit Müll

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Friseur in einem Container – Township in der Umgebung von PE

 

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Seafront mit Seebrücke und großem Hotel – PE

 

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Auf unserem Weg zum Coachen mit dem UTS Bus – Selke, Tessa, ich, Ramona

 

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Zwei Mädchen unseres Sportprogramm

Mein Leben in Port Elizabeth ist geprägt durch Kontraste

Ich wohne auf dem Gelände meiner Organisation in einem Freiwilligenhaus. Auf dem Gelände befindet sich außerdem ein Officegebäude, ein Gebäude, in dem wir essen können, eine große Rasenfläche mit einem Volleyballnetz und zwei Fußballtoren, ein Gartenhaus mit einer Tischtennisplatte, einem Billardtisch und einem Pool. Unsere Unterkunft ist in dem Stadtteil Newton gelegen, dessen Bild geprägt ist durch kleine Unternehmen und Einfamilienhäuser. Außerdem befinden sich in diesem Bereich, aber auch sonst in vielen Bereichen von PE zahlreiche große Shoppingmalls.

Im Kontrast zu diesem hohen Standard stehen die Townships, in denen wir arbeiten. Jeden Morgen fahren wir, eine Gruppe von internationalen Volunteers, mit den UTS Bussen in die Townships um dort an drei verschiedenen Grundschulen pro Tag jeweils 1 1/2 Stunden Sportunterricht zu geben.

Die Umgebung in den Townships ist geprägt durch kleine, eng beieinander stehende Häuser, Shops in Containern, zahlreiche Menschen auf den Straßen und leider viel herumliegenden Müll. Es gibt einen Unterschied zwischen den Häusern und den verschiedenen Bereichen der Townships – formelle und informelle Townships. Das Bild der formellen Townships ist geprägt durch bunte Steinhäuser, asphaltierte Straßen und Stromleitungen. Die informellen Townships bestehen lediglich aus Wellblechhütten, ohne Strom- und Wasseranschluss und ohne befestigte Straßen.

Unsere Arbeit an den Grundschulen findet meist auf großen Feldern neben den Schulen statt. Die Qualität der Felder ist sehr unterschiedlich, manche Schulen besitzen eine große gut gepflegte Rasenfläche mit Fußball- und Rugbytoren, wohingegen andere Schulen nur ein Schotterfeld haben, übersät mit großen Steinen, Müll und Scherben. Das heißt für unsere Coaching Session, dass wir diese immer flexibel planen müssen, abhängig von der Qualität des Feldes und  der Zahl der teilnehmenden Schüler. Die Kinder können selber wählen, welchen Sport sie für fünf Wochen machen möchten – Hockey, Cricket, Netball, Basketball, Rugby, Fußball oder Tennis.

Mein Wochenplan

Montag – Cricket, Dienstag – Childcare (Arbeit in einem Kindergarten, darüber berichte ich ausführlich zu einem späteren Zeitpunkt), Mittwoch – Fußball, Donnerstag – Cricket, Freitag – Netball

Auch, wenn ich nie zuvor weder Netball noch Cricket gespielt habe, macht es mir super viel Spaß diese Sportarten anzuleiten und mit den Kindern durchzuführen. Cricket ist zu meinem Lieblingssport geworden, besonders, da man die Coaching Sessions sehr vielseitig gestalten kann mit verschiedenen Übungen zum Werfen und Fangen, sowie zum Bowling und zum Batting. Außerdem habe ich drei super nette andere Volunteers mit denen ich die Sessions zusammen durchführen darf.

Das Coaching mit den Kindern macht mir wirklich sehr viel Spaß, es ist aber auch anstrengend. Manchmal ist es schwierig die Kinder unter Kontrolle zu bringen, auch aufgrund der Sprache. Die Kinder lernen zwar Englisch seit dem Kindergarten, doch viele haben trotzdem Probleme Erklärungen von Spielen oder Übungen zu verstehen. Aus diesem Grund sind Demonstrationen unerlässlich. Hinzu kommt das Wetter hier in PE. Obwohl es gerade erst Frühlingsanfang ist, hatten wir schon Tage mit über 25 Grad. Zudem scheint hier in PE meistens die Sonne und es weht oft ein sehr starker Wind. Die pralle Sonne, der starke Wind und die jetzt schon hohen Temperaturen machen die Sessions für uns manchmal sehr anstrengend. Doch wir werden immer wieder aufs Neue angesteckt von der Energie und Motivation der Kinder.

Nach dem Coachen sind wir meist um 15:30 wieder auf dem UTS Gelände. Oft gehen wir noch mit einer Gruppe von Leuten Joggen, machen in unserem Garten unser eigenes Workout, spielen Volleyball oder fahren noch zu einer der großen Shopping Malls. Um 18:00 Uhr gibt es dann für alle Abendessen, meist gibt es hier typisch westliche Kost, wie Spaghetti Bolognese, Frikadellen mit Kartoffelpüree und Gemüse oder Burger. Es gibt aber auch Exotischeres, wie Curry oder Chilli con Carne und für mich gibt es natürlich immer eine Veggie Version mit der ich meistens sehr sehr zufrieden bin. Nach dem Essen ist es zur Gewohnheit geworden, das wir alle noch zusammen sitzen, Tee trinken und reden. Ich mag es sehr, dass hier so viele verschiedene Menschen mit so unterschiedlichen Geschichten und Beweggründen für dieses Projekt, sind. Allerdings fällt es mir persönlich noch schwer mich fließend auf Englisch zu unterhalten, vor allem auch, da hier so viele Briten mit unterschiedlichen Akzenten sind, die teilweise sehr schwierig zu verstehen sind. Ich hoffe aber, dass sich mein Englisch bald, oder spätestens innerhalb des Jahres verbessert.

Das war erstmal ein kleiner Überblick über mein neues Leben hier in Südafrika. Ich hoffe ich finde bald wieder Zeit um Neues zu berichten.

Liebe Grüße aus dem fernen Südafrika

Kaija

 


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