Nach über einem Monat schleicht sich so langsam der Alltag ein. Vieles, was ich anfangs noch als merkwürdig empfunden habe, ist inzwischen selbstverständlich. Doch trotzdem gibt es immer noch eine Menge Dinge, die ich grinsend mit einem Kopfschütteln wahrnehme.Unterschiede

  • Die Griechen lieben ihren Kaffee. Jeder trinkt ihn überall und zu jeder Zeit. Doch nicht etwa warm. Nein, es müssen so viele Eiswürfel sein, wie nur in den Becher passen. Selbstverständlich gehört der Strohhalm dazu.
  • Auf einem Pickup wird alles Mögliche transportiert – ungesicherte Möbel, Menschen und Ziegen.
  • Das Tanken nimmt in der Regel nicht mehr als 2 Minuten in Anspruch. Man fährt zur Säule, dann kommt ein Mitarbeiter und erfragt den gewünschten Preis, tankt das Auto voll, kassiert ab und weiter gehts.
  • Straßenhunden und Katzen begegnet man jeden Tag. Den Hunden haben wir schon Namen gegeben.
  • Die Bürgersteige sind oftmals nicht nutzbar. Wenn nicht gerade große Dekorationsgegenstände oder Autos den Weg versperren, sind es Bäume, die mitten im Weg angepflanzt sind.

Unterschiede                          Unterschiede

Unterschiede                                    Unterschiede

  • Wenn man Blut spendet bekommt man 2 Tage frei.
  • Es wird geraucht, was das Zeug hält. Immer. Überall. Jeder. Sei es der Verkäufer im Ticketschalter, der Beamte in der Post, der Busfahrer (der sich auch während der Fahrt eine Zigarette dreht) oder in einem Bekleidungsgeschäft.
  • Bei der morgendlichen Müllabfuhr arbeiten auch Frauen.
  • In den Kindergärten gibt es nicht nur eine eigene Reinigungskraft, die sich auch immer ein wenig um die Kinder kümmert, jede Einrichtung hat auch einen Koch, der täglich gesundes und frisches Essen zubereitet.
  • In ganz Griechenland wird das Toilettenpapier nicht ins Klo geworfen sondern in den Eimer daneben.
  • Völlig kaputte und längst nicht mehr fahrtüchtige Autos stehen überall rum. Vermutlich für Jahre.
  • Das Moped ist neben dem Auto das meist genutzte Fahrzeug. Touristen erkennt man daran, dass sie einen Helm tragen. Das würden Einheimische nicht tun. Wenn sie überhaupt einen Helm dabei haben, dann wird der am Arm mitgeführt. Es ist auch völlig normal, dass sich 3 Personen darauf befinden. Papa fährt, Kind in der Mitte, Mama hinten.
  • Auch in den Autos sieht man oftmals ein Kind auf dem Schoß des Beifahrers. Wer sich anschnallt, wird schnell als Ausländer entlarvt.
  • In der Apotheke kann man Schuhe kaufen.Unterschiede
Rund ums Busfahren
  • In der Regel kauft man sein Ticket an der Station (,wenn denn eine vorhanden ist). Der Mitarbeiter ist dann vor dem Einsteigen für die Kontrolle der Fahrkarten zuständig. Außerdem wird laut der Zielort durch die Gegend geschrien, damit niemand den Bus verpasst. Das Gepäck wird immer in den unteren Stauraum gelegt. Selbst wenn es nur eine Handtasche ist und die Person 15 Minuten später wieder aussteigt.
  • Im Bus gibt es weder eine Anzeige der Haltestellen, noch einen Stopknopf. Wer aussteigen möchte geht zum Busfahrer und sagt „Stasi parakalow“ – Bitte anhalten. Das kann überall sein, es muss sich am Wunschort keine Haltestelle befinden.
  • Der Busfahrer unterhält sich jederzeit während der Fahrt – sei es mit einem Fahrgast oder am Handy.
  • Die Hupe dient hauptsächlich dem Grüßen. Und in einer Gegend wie dieser grüßt jeder jeden.
  • Der Busfahrer ist meist bemüht, dass seine Fahrgäste gut am Ziel ankommen. So steigen sie manchmal sogar mit aus um deinen weiteren Weg zu erklären oder dem anderen Fahrer im nächsten Bus zu sagen, wo er für dich anhalten soll.
  • Es ist nicht ungewöhnlich, dass der Fahrer an einem Café anhält um sich einen Kaffee oder Sandwiches bringen zu lassen.
  • Er hält auch am Kiosk, damit ein Fahrgast sich dort mal eben schnell Kippen kaufen kann.

Unterschiede

Sind sie nicht sympathisch, die Griechen? 🙂


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