Meine Mitbewohnerin Flora und ich arbeiten in einer Tageseinrichtung für Menschen mit Behinderungen. Diese Einrichtung arbeitet wie eine Schule und nimmt ca. 20 – 30 Menschen im Alter von 25 – 55 Jahren auf. Von Montag bis Freitag besuchen wir die Schule von 8:00 – 14:00 Uhr, wobei wir alle gemeinsam mit einem Bus anreisen.

Ein großes Projekt ist das Puzzeln. Dabei sind die Menschen in verschiedenen Gruppen eingeteilt, wobei es eine Fortgeschrittene und eine für Anfänger gibt. Die Fortgeschrittenen beschäftigen sich mit sehr großen Puzzeln, die bis zu 50.000 Teile haben können. Mehrere Monate werden dann benötigt, um dieses Puzzle fertig zustellen. Die Anfänger Gruppe beschäftigt sich mit kleinen Puzzles, die ganz individuell angepasst sind.

Dazu gibt es noch jeden Tag verschiedene Aktivitäten, die wir mitgestalten können. Im Moment arbeiten die Menschen an einem Theaterstück, in der Vergangenheit hatten wir auch schon Länderwochen, wobei wir jede Woche ein Land kennengelernt haben und auf die verschiedenen Kulturen eingegangen sind, eine gesunde Woche und kulturell bedingte Wochen. So war diese Woche die erste Karnevalsparty, wir haben getanzt, gesungen und lecker gegessen.

Oft backen und kochen wir gemeinsam, was den Menschen viel Spaß bereitet. Auch malen wir häufig und versuchen durch bestimmte Spiele wie das Memory Spiel, die Konzentration zu fördern.
Jeden Monat unternehmen wir verschiedene Exkursionen, wobei diese Zeit sehr intensiv ist. So waren wir schon in Meteora, dort haben wir uns Klöster angeschaut, die zum Weltkulturerbe gehören, im Zoo und in einem Ballett. Zu Beginn unseres Projektes sind wir für zwei Tage in die Berge gefahren, sind ein wenig gewandert und haben die Natur genossen, was sehr schön war. Besonders wichtig in Griechenland ist das Essen, wir essen sehr oft und sehr viel mit den Menschen, wir alle lieben es.

Zwei Mal im Jahr wird ein Basar durchgeführt, bei welchem handgemachte Sachen, die wir gemeinsam mit den Menschen herstellen, verkauft werden. Zum Beispiel bemalen wir Flaschen, sticken Lavendelsäckchen, nähen und stellen eigenen Schmuck her. Dabei sind unserer Kreativität keine Grenzen gesetzt.

Natürlich haben wir auch alltägliche Aufgaben, wie Frühstück vorbereiten, und alltägliche Probleme, bei denen wir versuchen zu helfen. Oft verbringen wir die Zeit aber auch nur mit gemeinsamen Gesprächen über das Wetter, den Nachmittag – und natürlich das nächste Essen.

Die Menschen sind zu unseren Freunden geworden.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Related Posts

EFD 2017-18

Freude ausstrahlen – EFD im Rifugio Re Carlo Alberto (Altersheim in Italien)

Mein EFD im Rifugio Re Carlo Alberto (Altersheim in Italien) Wir Freiwilligen am Rifugio Re Carlo Alberto sind für die Animation zuständig. Wir spielen mit den Gästen Karten, kochen, backen, basteln, singen, tanzen, gehen spazieren oder Weiterlesen

EFD 2017-18

Weltenbummler

So, ihr Lieben, jetzt kommt endlich, nach fast zehn Monaten, mein erster Blogpost. Das ist das perfekte Beispiel dafür, wie viel hier passiert. Ich mache einen EFD in Tschechien, genauer gesagt in Brno in Mähren. Weiterlesen

EFD 2017-18

10 Monate auf Madeira

Das, was ich gerne als mein Auslandsjahr bezeichne, weil es sich besser anhört als Auslandszehnmonate, ist in 18 Tagen zu Ende. Wie hoffentlich alle EFDler hatte ich eine wahnsinnig interessante, herausfordernde, spannende, schöne und einzigartige Weiterlesen