Ich war sehr frei was meine Aufgaben anging. Was ich im Prinzip gemacht habe war Englisch- und Deutschunterricht geben, Russisch lernen, ab und an an einem Event teilnehmen und am Ende in das Kinderferienlager meiner Organisation zu fahren.

Das Kinderferienlager

Das Kinderferienlager nennt sich Tramplin und ist eine der Hauptaufgaben von Opora (Aufnahme-Orga). Das Camp findet von der Zivilisation entfernt im Wald statt (dieses Jahr besonders weit, weil letztes Jahr wohl sehr viele Camper vorbei sind). Dort wurde dann eine Autoanhänger-Küche aufgestellt, aus Baumstämmen ein Speisesaal mit Tischen und Bänken gebaut, aus Holz Toiletten gebaut und viele Zelte aufgestellt (die Mitarbeiter haben in Zelten für 2-3 Personen geschlafen,die Kinder mit ca 13 Personen in einem  Zelt). Außerdem wurde ein Sauna Zelt (,für die Russen ganz wichtig,) gebaut, wo man sich waschen konnte, weil die Duschen zwar geplant waren, aber dann nie gebaut wurden.

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Die Toiletten

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Die Fahrt zum Camp

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Unsere Küche im Wald

 
Wir waren ca 30 Mitarbeiter (6 in der Art Group (verantwortlich für Workshops zum Basteln, Malen, Tanzen usw) 4 in der Tech Group (verantwortlich für alles, was im Lager gebaut/repariert/getragen werden musste) 6 als foreign volunteers (unsere Aufgabe war durch Präsentationen unsere Länder vorzustellen und außerdem einen Internationalen Abend zu organisieren mit Spielen, Tänzen, Quizzen usw.) 1 als sport instructor (verantwortlich dafür, dass die Kinder sicher schwimmen konnten, außerdem hat er eine Sportstaffel mit mehreren Spielen organisiert und einen kleinen Kletterwald aufgebaut mit Seilen zwischen Bäumen) 3 in der kitchen group (verantwortlich dafür, dass das ganze Camp drei Mal am Tag essen konnte) 1 als DJ (hat die Musik für sämtliche Veranstaltungen vorbereitet) 2 als Fotografen (eine verantwortlich für Fotos, die andere für ein Video über das Camp, wir haben ca alle 2 Tage die aktuelle Folge von diesem Video gesehen) 2 als Ärzte (selbsterklärend, denke ich) 1 als Psychologe (hat manchmal eine Gesprächsrunde mit den Kindern gemacht) und außerdem ein paar Leute, die für die generelle Organisation des Camps verantwortlich waren)

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So viel zu den Mitarbeitern, Kinder waren im ersten Camp ca. 50 im zweiten 30 – womit die Anzahl der Mitarbeiter dann größer war als die der Kinder.

Tagsüber gab es verschiedene Aktivitäten für die Kinder (s.h. Aufgaben der Mitarbeiter), abends dann immer eine Veranstaltung. Die Mitarbeiter saßen, nachdem die Kinder im Zelt lagen, oft noch abends beim Feuer zusammen.

Fazit Kinderlager

Anfangs dachte ich, dass ich nach einer Weile einfach genug haben würde von dem Camp, weil meine Hüfte weh tat von der dünnen Isomatte, außerdem war es kalt und hat nur geregnet und es gab unglaublich viele Mücken – man hatte wirklich permanent einen Schwarm von ca 10 Mücken vor den Augen und hatte die ganze Zeit mit der Hand gewedelt.

Aber nach der ersten Woche wurde dann das Wetter besser, die Mücken weniger und sogar meine Hüfte hat sich daran gewöhnt auf einer Isomatte zu schlafen. Und ab dann hat es wirklich Spaß gemacht. Diejenigen, die wirklich nur als ausländische Freiwillige da waren hatten viel Freizeit. Wir hatten also Zeit zu lesen, uns zu sonnen, Schwimmen zu gehen, zu reden und… Kartoffeln zu schälen – aber das war auch eigentlich nicht wirklich schlimm, man kann sich dabei ja immer noch unterhalten ;).

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Außer mir gab es noch andere internationale Freiwillige, wie hier an den Fahnen zu erkennen und daneben alle Mitarbeiter des Camps. odi-freiwilligendienst-efd-russland-katharina-aufgaben-efd


Katharina

Ich bin Katharina und haben mein EFD in Russland - genauer gesagt Joschkar-Ola (eine Kleinstadt ca 600km östlich von Moskau) von Sommer 2016 bis Sommer 2017 gemacht. Den Blog habe ich erst einen Monat vor Ende des EFDs angefangen, daher besteht er eher aus Rückblicken, von meinem Jahr und generellen Erkenntnissen, zum beispiel auch über Vorurteile usw. Kurz zusammengefasst kann ich schonmal sagen, dass es sich absolut gelohnt hat und ich es nur empfehlen kann, ich habe den russischen Winter unbeschadet überlebt, and vielen Projekten und Events teilgenommen und unglaublich viele nette, super offene Leute getroffen, die mein Jahr in Russland einzigartig gemacht haben!

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