Braşov

An einem freien Wochenende im Oktober sind meine Freiwilligengruppe und ich nach Braşov gereist. Braşov ist mit dem Zug drei Stunden von Bukarest entfernt und ist von den Bergen der Karpaten umgeben.

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Zugfahrt nach Brasov

Während der Zugfahrt haben wir einen schönen Sonnenaufgang erlebt und Wälder und Berge gesehen.

Das Hostel, in dem wir übernachtet haben, war billig und ein sehr guter Ort um junge Menschen kennen zu lernen, die gerade in Europa herumreisen und aus verschiedenen Ländern kommen. Wir haben uns ein perfektes Wochenende ausgesucht, da das Wetter sehr sonnig und trocken war. Außerdem sahen die Bäume sehr bunt und herbstlich, mit ihren roten, gelben und orangenen Blättern, aus.

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Innenstadt von Brasov

Braşov hat eine sehr schöne Altstadt mit vielen Kirchen, Friedhöfen und alten Gebäuden. Die Stadt wird teilweise noch von einer Mauer umringt.

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Ausblick von dem Berg Tâmpa

Außerdem ist der Berg Tâmpa, auf dem in großen Buchstaben  (wie in Hollywood) BRASOV steht, sehr sehenswert, da es dort einen wunderschönen Ausblick auf Braşov und die umliegenden Berge gibt. Wir haben die Seilbahn genommen, um hoch zu kommen und sind zurück gewandert.

Am nächsten Tag bin ich mit einem Bekannten aus dem Hostel zu den „sieben Leitern“ mit dem Bus gefahren. Dort sind wir durch wunderschöne Wälder gewandert, bis wir zu den Leitern kamen, die zwischen steilen Felsen und Wasserfällen gebaut wurden. Diese Leitern sind sehr rutschig und steil, aber es war sehr abenteuerlich diese hochzuklettern.

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Die Rückfahrt nach Bukarest war sehr abenteuerlich, da unser Zug zwei Stunden Verspätung hatte und wir somit einen anderen Zug nehmen mussten. Dieser Zug war aber sehr voll, sodass wir die ganze Zugfahrt über im Eingangsbereich gequetscht stehen mussten. Dann musste der Zug, auf Grund eines Schadens am Zug, stehen bleiben. Wir hatten Angst, dass der Zug nicht mehr weiter fährt, da auch der Qualm, der außerhalb des Zugs erschien, nichts Gutes verhieß. Zum Glück kamen wir gut und ohne weitere Probleme in Bukarest an.

Das On-Arrival Training

Das On-Arrival Training (OAT) ist das erste Seminar in dem Gastland der EVSlerInnen und soll uns auf den europäischen Freiwilligendienst vorbereiten. Unser OAT dauerte fünf Tage und fand leider, nicht wie üblich in einer anderen Stadt, in Bukarest statt. Wir waren 60 Freiwillige, die alle ihren europäischen Freiwilligendienst in Rumänien, aber in unterschiedlichen Städten und Dörfern, machen.

Die Unterkunft war ein Hotel, das verglichen mit unserer Wohnsituation hier, sehr luxuriös ist. Jede(r) hatte ein eigens Zimmer mit Doppelbett. Es war natürlich sehr schön, mal  wieder  ein eigenes Zimmer zu haben. Trotzdem empfand ich es als sehr übertrieben, besonders da wir in Rumänien leben und das Geld für einen besseren Zweck hätte ausgegeben werden können.

Das Beste an dem Hotel war das Essen. Wir hatten eine Vollverpflegung und sogar zwei Kaffeepausen mit Obst und Süßes jeden Tag zwischen den Workshop Phasen, in denen wir uns mit den anderen Freiwilligen ausgetauscht haben.

Die Großgruppe von 60 Menschen wurde in drei Kleingruppen aufgeteilt und separat von verschiedenen Trainerinnen unterrichtet. Pro Tag gab es vier Workshop Phasen mit vielen unterschiedlichen Themen z.B. Konflikt Management, Vorurteile und Stereotypen, Youth Pass und die Akteure im EVS. Dabei haben wir viele Energizers gemacht und neue non-formale Lernmethoden kennen gelernt. Des Weiteren gab es ein interkulturelles Event, in dem wir in neue Gruppen aufgeteilt wurden und jeweils ein Land vorstellen sollten, aus dem wir aber nicht stammen. Zum Beispiel habe ich mit zwei anderen Menschen ein Gedicht über Irland geschrieben  und es dann mit der Gitarre vertont. Außerdem haben wir noch eine Stadtrally, mit den Themen Politik, Architektur oder Gruseliges (wegen Halloween), gemacht.

Das tolle an dem On-Arrival Training war, dass ich viele interessante Menschen kennen gelernt habe und dadurch viel über ihre EVS Projekte erfahren habe. Außerdem freue ich mich schon die Menschen zu besuchen und dadurch viel von Rumänien zu sehen.

Der Beginn meines Projekts

Seit dem 30. November hat nun mein Projekt „Building Our Story“ richtig begonnen. Drei Freiwillige aus meiner Gruppe und ich waren in einer High School und haben unseren ersten Workshop in der Schulbibliothek mit sieben Jugendlichen geleitet. Zuerst haben wir ein Kennlernspiel mit einem Ball und den Energizer “HI HA HO“ gespielt. Danach sollten die Jugendlichen ihre Interessen und was sie in Zukunft gerne lernen möchten auf Post-its schreiben, sodass wir auf ihre Bedürfnisse in den nächsten Workshops eingehen können. Sie waren sehr interessiert an uns, unserer Kultur, unseren Heimatländer und am Theaterspielen. Zusätzlich hatten viele Kinder gemeinsame Hobbies wie z.B. malen, tanzen und lesen. Am Ende haben wir noch von allen Menschen ein anonymes Feedback bekommen, das sehr positiv war.

Einen weiteren Workshop haben wir in einer anderen High-School gegeben, da uns unsere Rumänisch Lehrerin gefragt hat, ob wir sie in ihren drei Klassen unterstützen wollen. In diesem Workshop haben wir uns mit dem Thema Vorurteile beschäftigt. Dazu haben wir den Jugendlichen, die in der 9. oder 10. Klasse sind, Bilder von Menschen gegeben z.B. von einer Frau in einer Burka, die eine Waffe in der Hand hält. Dann haben sie die Aufgabe gehabt das Bild zu beschreiben und es zu interpretieren. Anschließend bekamen sie ein weiteres Bild von derselben Person, z.B. war die Frau in der Burka eine Krankenschwester, und sollten danach ihre Eindrücke von den Personen beschreiben. Zum Schluss haben wir mit den SchülerInnen darüber geredet was Vorurteile sind, woher diese kommen und wie wir damit besser umgehen können.

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Workshop in der High School

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine weitere Aufgabe war es, für das “Community Agents Programme” zu werben. Dies ist ein Programm, in dem Jugendliche von Bukarest die Chance haben, ihr eigenes Projekt zu gestalten, um Etwas in ihrer lokalen Gemeinschaft zu verändern. Wir sechs Freiwilligen werden sich mit je fünf Jugendlichen wöchentlich treffen, um sie bei ihren Ideen für ihr Projekt zu unterstützen. Dazu müssen sich die Jugendlichen zuerst bei unserer Organisation (Asociatia Young Initiative) bewerben. Daher haben wir zusammen Plakate gestaltet, ein Video gedreht und auf Facebook-Seiten dafür geworben.


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