Ein sehr turbulenter erster Monat.

Zwischen tödlicher Langeweile und Abenteuer erfahre ich seit vier Wochen das portugiesische Leben, das Leben in einer Wohngemeinschaft, das Leben auf einer Farm. Es gibt jeden Tag etwas zu entdecken und wenn es nur die Fliegen an der Wand sind, die man seit Stunden anstarrt, weil es Sonntagnachmittag ist und im Dorf nichts mehr los ist.

Aber diese Abgeschiedenheit habe ich mir ausgesucht und wenn man morgens nicht vom Autolärm oder rumschreienden Menschen geweckt wird, sondern vom Vogelgezwitscher und wenn hinter den Bergen die Sonne aufgeht und die Bergspitzen in rosa Licht taucht, dann bin ich glücklich mit der Wahl meines Projektes.Maria, EFD, ODI, Portugal, Erasmus+

Und auch das Klima in etwas höheren Gefilden ist zur Zeit angenehmer. In meiner Region warten die Menschen seit Februar auf Regen und die Landschaft ist trocken und viele Pflanzen schwarzgebrannt von der Sonne. Mit 38°C kann man wirklich nicht von herbstlichem Klima sprechen. Unser Projektkoordinator hat uns vor Augen geführt, wie schlimm die Situation in Portugal wirklich ist: In unser Region hatte es dieses Jahr keine Brände gegeben, aber er kommt aus einer südlicher gelegenen Stadt und hat schon mehr als 10 seiner freien/Urlaubstage damit zugebracht, Nachbarn und Freunden bei Feuerbekämpfung zur Hand zu gehen. Denn auch wenn das Klima trocken und heiß ist, stellt man sich mit offiziellem Herbstbeginn auf herbstliches Klima ein und weniger Feuerwehr steht in Bereitschaft.

Maria, EFD, ODI, Portugal, Erasmus+

Der Heimweg durch die vertrockneten Gegenden

Alles wartet und hofft also auf Regen und etwas Abkühlung.

Also wer etwas Zeit hat und genug vom verregneten Herbst in Deutschland, kann ja ein bisschen Regen hier rüberschicken 😉

Mehr in den nächsten Beiträgen.

Beijos
Maria aus Porto de Mós-Portugal


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