Dobar dan! (Guten Tag!)

Eigentlich wollte ich ja meine Erfahrungsberichte mit meiner neuen Heimat Brtonigla beginnen: wie es dort aussieht, wer dort lebt, wie ich mich einlebe, jedoch hatte ich die Chance sehr zügig nach meiner Ankunft an dem  obligatorischen On-Arrival-Training teilzunehmen, das andere teilweise erst nach monatelangem Aufenthalt besuchen.

Innerhalb von 5 Tagen bin ich jetzt ca. 1700 km gereist – davon 29 Stunden im Bus.

Den Großteil dieser Strecke und Zeit machte zwar die Anreise nach Kroatien aus. (Übrigens rate ich von diesem Unterfangen ab: nehmt wenn möglich ein Flugzeug ;).), die letzten 500 Kilometer nahmen meine Mitbewohner und ich jedoch auf uns, um zum beschaulichen Städtchen Orahovica zu gelangen.

On-Arrival-Training

Nach gerade einmal drei Tagen in meiner jetzigen Heimat Brtonigla reisten wir, meine Mitbewohner aus Tschechien (Petr) und Mazedonien (Ana) sowie meine Wenigkeit, in die kleinste Stadt Slawoniens. Uns gleich taten es 12 Freiwillige aus ganz Kroatien(6 verschiedene Nationalitäten!). Die Teilnahme an den sogenannten On-Arrival-Trainings ist gleichermaßen Anspruch und Verpflichtung eines jeden, an einem EFD Teilnehmenden. Ziel dieser Veranstaltung ist es, dich weiterführend über deine Rechte und Pflichten während des EFD aufzuklären, dir das Zusammenspiel verschiedener Organisationen und die Besonderheiten von Erasmus+ näher zu bringen und dich auf mögliche Probleme und den Umgang mit denselben hinzuweisen. Während dies alles informell aber gut didaktisch aufbereitet an uns getragen wurde, bestand auch ein großer Inhalt dieses Trainings darin ein kleines Projekt in und für Orahovica zu organisieren. Hintergrund dessen ist, dass eigentlich jeder Freiwilliger im Rahmen seines EFD ein Projekt selbstständig erarbeiten und durchführen soll. Nach einer kurzen Einführung in das Großfeld Projektmanagement, wurden drei Projekte innerhalb eines Tages in drei Gruppen geplant und tatsächlich auch an dem nächsten Tag realisiert. Ein letztes großes Anliegen des On Arrival Trainings bestand auch darin, uns näher in die Kroatische Sprache und Kultur einzuführen – besonders gelungen ist dies, meiner Meinung nach, während des letzten Abends an dem ein traditionelles Dinner für uns veranstaltet worden ist. Serviert wurden kroatische Spezialitäten wie Kulen (eine Art Salami), Samar (Krautwickel) und Lamm, sowie landestypischer Wein.

On-Arrival-Training

Ich hoffe sehr, dass ich dem einen oder anderem die Ungewissheit, was einen dort zu erwarten hat nehmen und bei einigen vielleicht sogar etwas Vorfreude schüren konnte, wenn euer Training noch bevorsteht. Alles in allem wurden uns zwei sehr professionelle und hilfreicher Leiter zur Seite gestellt, die mit verschiedenen und ansprechenden Methoden uns unterschiedliche Aspekte des EFD näher gebracht haben. Besonders vom Austausch von Erfahrungen und Ideen mit den anderen Freiwilligen haben wir sehr profitiert – wann hat man sonst die Chance 6 Nationalitäten in 12 Personen wiederzufinden und 5 Tage mit ihnen zu verbringen zu dürfen?!

On-Arrival-Training

Puno pozdrava iz Hrvatske ! (Viele Grüße aus Kroatien!)

Susanne


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