Es sind nun wirklich schon fast 2 ganze Monate vergangen, seit dem ich hier in Dänemark angekommen bin. Es fühlt sich einfach sooo viel kürzer an und manchmal denke ich mir wirklich, dass die Zeit nur so davonfliegt. Ich habe gemerkt, dass ich noch gar nichts Generelles zu meiner Arbeit und Wohnsituation hier geschrieben habe und somit dachte ich mir, dass jetzt vielleicht ein guter Zeitpunkt dafür ist:

Meine Arbeit

Wie ihr vielleicht schon wisst, arbeite ich hier in einem typisch dänischen Kindergarten mit Kindern zwischen 3 und 5 Jahren. Der Kindergarten ist in 3 Gruppen geteilt, welche sich nach dem Alter der Kinder richten, d.h. alle 3 jährigen sind in einer Gruppe, alle 4 jährigen in einer anderen, …

Meine Arbeitszeiten sind jeden Tag unterschiedlich, aber momentan beginnt meine Arbeit zwischen 8:15 und 9:00 Uhr und endet zwischen 14:00 und 16:00 Uhr.

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Wir feierten mit den Kindern eine Art Erntefest 🙂

Meine Aufgaben bestehen vor allem darin, mich mit den Kindern zu beschäftigen, mit ihnen zu spielen, als auch ihnen beim Anziehen etc. zu helfen. Da ich momentan in einer Art “Waldgruppe” bin, verbringen wir die meiste Zeit draußen im Wald, machen Lagerfeuer oder schnitzen kleine Figuren, was oft sehr lustig ist. Generell muss ich sagen, dass mir die Arbeit wirklich sehr viel Spaß macht. Gerade am Anfang – und noch immer – war es schwer, zu verstehen, was die Kinder von einem wollen, da ich hier angekommen bin ohne Dänisch sprechen zu können und die Kinder können selbstverständlich kein Englisch oder Deutsch… Doch mittlerweile verstehe ich sehr viel von dem, was die Kinder mir sagen und die Kleinen sind auch soooo geduldig mit mir und wiederholen den Satz auch 5 mal, wenn ich es nicht sofort verstanden habe 🙂

 

 

Wie/Wo lebe ich?

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Der Bahnhof in meinem Dorf

Ich lebe hier nicht, wie viele Freiwillige, in einer WG, sondern in einer Gastfamilie. Dies ist eher untypisch, doch in Dänemark gar nicht so selten, da wir Freiwilligen hier in ganz Dänemark zerstreut leben. Genau … was etwas schade hier ist, ist, dass ich die einzige Freiwillige in meinem Projekt bin und auch in meinem Ort. Jedoch gibt es hier zum Glück noch 3 andere Freiwillige im Umkreis von 20-30 km 🙂

Generell hat diese Art der Unterkunft sowohl Vor- als auch Nachteile, auf die ich vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt nochmal genauer eingehen möchte. Doch ich muss sagen, dass ich sehr viel Glück mit meiner Gastfamilie habe und ich kann mich somit nicht beschweren.

 

Was ist sonst noch so spannendes im letzten Monat passiert?

Im letzten Monat ist sehr viel passiert und deshalb möchte ich euch hier nur kurz die wichtigsten Dinge mitteilen:

… ich habe zwei andere Freiwillige aus Mexiko und China, die in der Nähe von mir wohnen kennengelernt und wir verbringen häufig die Wochenenden miteinander, was sehr lustig ist!! Die zwei sind wirklich super lieb und ich bin richtig froh, sie nun zu kennen, denn ich habe gemerkt, wie wichtig es ist, dass man Leute mit denen man etwas unternehmen kann, sich austauschen kann etc. in seiner Nähe hat.

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Ausflug nach Kolding

… ich war auf dem On Arrival Seminar in Kolding. Für die Leute, die nicht genau wissen, was das ist: es ist eine Art Training mit anderen Freiwilligen aus den verschiedensten europäischen Ländern, bei welchem man über 5 Tage lang viele verschiedene Dinge bespricht (über Kultur, den EVS, Probleme, …)  und bei dem man sich mit den anderen austauschen kann und einfach Spaß haben kann.

… ich habe im Anschluss meines On Arrival Trainings noch eine andere Freiwillige besucht und habe bei ihr das Wochenende verbracht. Wir waren in Odense, auf einem kleinen Konzert und sind viel Fahrrad hin und her gefahren. Es war echt lustig und wir werden uns denke ich auf alle Fälle wieder sehen (leider wohnt sie etwas weiter weg von mir und somit ist das mit dem Treffen nicht immer so einfach …)

… ich habe endlich meine CPR-Nummer erhalten, diese braucht man in Dänemark für so fast alles … das heißt nun habe ich mir auch endlich ein Bankkonto eröffnen können und ich konnte am Dienstag endlich mit der Sprachschule beginnen.

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Aussicht über Aarhus

… ich habe eine Freiwillige übers Wochenende in Aarhus besucht, welche ich auf dem On Arrival Training kennengelernt habe. Wir waren auf einem Studentenflohmarkt, haben uns Aarhus von oben angeschaut und haben natürlich viel in der Innenstadt und am Hafen erkundet.

…und in  2 Wochen habe ich schon Ferien und so habe ich ziemlich spontan beschlossen, nach Edinburgh zu fliegen und Schottland zu erkunden! Aber dazu mehr, wenn ich dann wieder zu Hause bin 🙂


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