Erste Eindrücke

Ich war noch nie in Griechenland und werde hier die nächsten 10 Monate verbringen. Meine Vorbereitungen beschränkten sich darauf die Buchstaben ein wenig zu lernen, mir sämtliche Dokumentationen über griechische Inseln anzuschauen und mich mit der Geschichte der Olympischen Götter zu beschäftigen. Man bekommt Vorstellungen wie es sein könnte, aber wie es wirklich aussieht weiß man erst wenn man wirklich hier ist – und es ist großartig!

Tabea, Griechenland, EFD, ODI, Freiwilligenblog, September, 2017, beach

Ξυλόκαστρο (Xylokastro) liegt im Norden der Halbinsel Peleponnes am Golf von Korinth. Dieses kleine aber feine Städtchen hat im Winter knapp 6000 Einwohner, im Sommer hingegen um die 15000. Im September ist die Hauptsaison gerade vorbei, es sind aber trotzdem noch einige Touris hier. Da wir Freiwilligen (fast) allesamt erst ab dem 11. September arbeiten müssen, haben wir bis dahin eine Menge Zeit am Strand bei über 30°C zu liegen und unser sehr hartes Leben zu genießen! 😉

Wir arbeiten in verschiedenen Bereichen: Kindergarten, Altenheim, Jugendzentrum und im Office der Organisation. Wir fangen zwischen 08:00 – 09:30 Uhr an zu arbeiten und hören momentan gegen 13:00 Uhr schon wieder auf. Danach hat man dann noch genug Zeit, wieder zum Strand zu gehen.

Tabea, Griechenland, EFD, ODI, Freiwilligenblog, September, 2017, beach

Es gibt noch ein Haus mit Freiwilligen die alle nur 1-2 Monate bleiben. Deren Aufgabe besteht darin den Müll vom Strand und den Straßen zu beseitigen. Am ersten Tag waren alle hoch motiviert und haben (im normalen Tempo) alles aufgehoben, was vor ihren Füßen war. Dann kamen die einheimischen Arbeiter um die Freiwilligen zu belehren:
„σιγά-σιγά!“ (langsam, langsam!)
1. Hebt nicht alles auf. Zigaretten und Ähnliches können liegen bleiben. Nur die großen Sachen wie Flaschen! Vielleicht liegt Morgen ja nicht soviel Müll rum, dann könnt ihr das immer noch aufheben.
2. Arbeitet nicht so schnell – Morgen muss ja schließlich auch noch was zu tun sein.
3. Macht mal mehr Pausen – sonst habt ihr Morgen keine Arbeit mehr übrig.
„Ziga – Ziga!“
Nach maximal 2 Stunden Arbeit können sie dann auch wieder Feierabend machen. Es ist einfach grandios! 😀

Zwischen 14:00 – 18:00 Uhr ist Siesta und alle Geschäfte haben zu. Daran muss man sich erstmal gewöhnen. Wir haben hier und da auch mal neue Freunde für einen Abend – die Straßenhunde. Plötzlich tauchen sie auf, spielen mit einem und begleiten uns überall hin. Genauso schnell sind sie dann auch wieder verschwunden. Das Leben auf der Straße beginnt erst ab ca 22 Uhr. Dann stellen die alten Leute die Tische auf der Straße zusammen und fangen an Karten zu spielen. Die Kinder sitzen einen Tisch weiter und tun das Gleiche.

Mein Fazit nach einer Woche: Alles richtig gemacht! Deutschland könnte auch ein wenig „Ziga-Ziga“ vertragen…


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