Die Reise

Ich erinnere mich, dass ich mir gar keine Sorgen gemacht habe, bevor ich losgefahren bin, erst als ich dann um 4 Uhr morgens mit meiner Familie am Flughafen stand fühlte es sich plötzlich wie ein riesiger Fehler an. Die gesamte Flugzeit hab ich verschlafen, sogar das Boardfrühstück.

Circa zwei Monate vor meiner Abreise hatte ich angefangen Russisch zu lernen, ich konnte also „Guten Tag“ sagen und fragen, ob der Platz im Zug frei ist und sogar, Pfannkuchen mit Kaviar (habe ich bis heute noch nicht probiert) bestellen, weil mein Lehrbuch aus (mehr oder weniger nützlichen) Dialogen bestand. Außer dem „Guten Tag“ war das zwar alles nicht besonders hilfreich, aber das Wichtigeste war, dass ich – sehr holprig und langsam – kyrillisch lesen konnten. Denn so konnte ich in Moskau auf dem Weg vom Flughafen zum Bahnhof die Worte Казанский вокзал (Kasaner Bahnhof) entziffern.

Meine Ankunft in Joschkar-Ola

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Die Stadt in der ich mein EFD mache heißt Joschkar-Ola, vorher hatte ich nie davon gehört und so ziemlich alle Leute mit denen ich gesprochen habe (auch in Russland) genauso wenig. Sie liegt ungefähr 600 km östlich von Moskau, in der Nähe von Kasan (eine Stadt, die in den letzten Jahren an Ansehen gewonnen hat und durchaus einen Besuch wert ist, weil sie neu, schön und sauber ist!).

Wie kommt man nun also in die Kleinstadt (250.000 Einwohner) Joschkar-Ola? Mit dem Nachtzug. 14 Stunden. Wenn man das billigste Ticket nimmt ist man in einem Großraumabteil mit 40 anderen Leuten – bzw es gibt schon „Abteile“ für 6 Leute aber zwischen besagten Abteilen sind halt keine Türen, sondern der Gang. Ich konnte dort aber sogar ganz gut schlafen, habe mich auch generell nicht unwohl gefühlt und kam also morgens um 7 Uhr in Joschkar-Ola an, wo mich ein anderer deutscher Freiwilliger vom Bahnhof abgeholt hat.

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An einem Bahnhof irgendwo in der Pampa

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Im Zug: vier Betten einander gegenüber, und auf der gegenüberliegenden Seite beim Fenster nochmal zwei übereinander

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Von der gegenüberliegenden Seite (beim Fenster aus dem anderen Bild): Blick in die anderen “Abteile”


Katharina

Ich bin Katharina und haben mein EFD in Russland - genauer gesagt Joschkar-Ola (eine Kleinstadt ca 600km östlich von Moskau) von Sommer 2016 bis Sommer 2017 gemacht. Den Blog habe ich erst einen Monat vor Ende des EFDs angefangen, daher besteht er eher aus Rückblicken, von meinem Jahr und generellen Erkenntnissen, zum beispiel auch über Vorurteile usw. Kurz zusammengefasst kann ich schonmal sagen, dass es sich absolut gelohnt hat und ich es nur empfehlen kann, ich habe den russischen Winter unbeschadet überlebt, and vielen Projekten und Events teilgenommen und unglaublich viele nette, super offene Leute getroffen, die mein Jahr in Russland einzigartig gemacht haben!

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